Rollentausch vor Schladming

Einwurf von Wolfgang Wiederstein
Marcel Hirscher 2017 in Schladming © GEPA pictures/ Raiffeisen
Marcel Hirscher 2017 in Schladming © GEPA pictures/ Raiffeisen

Kitzbühel war auch heuer wieder ein Skifest der Superlative. Auch ohne einen Sieg der Österreicher. Die Hahnenkamm-Rennen sind nicht von rotweißroten Triumphen abhängig, in der Gamsstadt versteht man Feste zu feiern wie sie fallen. Promis und Weißwürste inklusive.

Die Österreicher wurden geschlagen, im Super G, in der Abfahrt und auch im Slalom. Bemerkenswert vor allem der Triumph von Thomas Dreßen, ein Österreich-Bezug wurde freilich rasch hergestellt. Er hat eine Freundin aus Oberösterreich, seine Siegespremiere ist jedenfalls für den Tourismus Goldes wert. Und Erinnerungen an Sepp Ferstel,
Kitz-Triumphator 1978 und 1979,  wurden wach. Rotweißrot blieben durch Hannes Reichelt (3.) und Vincent Kriechmayr (4.) „nur „zwei absolute Top-Platzierungen.

Im Slalom lastete der ganze Druck wieder einmal auf den Schultern von Marcel Hirscher, dessen Serie am Ganslern jedoch reißen sollte. Sein großer Rivale, Henrik Kristoffersen, war nicht in Zaum zu halten, der Norweger brachte die Halbzeitführung ins Ziel, Hirscher war geschlagen. Zum großen Pechvogel avancierte Michael Matt, der als Zweiter des 1. Durchgangs im 2. Lauf ausschied.

Der Slalom-Troß übersiedelt nun nach Schladming, wo am Dienstag das Nightrace angerichtet ist. Auch dort heißt das Duell wohl Hirscher – Kristoffersen, wobei der Norweger nun die Gewissheit hat, dass selbst Marcel Hirscher nicht unschlagbar ist. Die Rollen haben die beiden jetzt getauscht, Hirscher ist in Schladming der Jäger. Auch diese Rolle kann er beeindruckend interpretieren…

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