Am Mittwoch hat der HC LINZ AG seinen neuen Trainer- und Betreuerstab für die kommende Spielsaison 2004/05 in der Samsung Handball-Liga Austria vorgestellt. Der neue Cheftrainer heisst – insbesondere für Insider nicht ganz unerwartet – wieder Zoltan Cordas. Gleichzeitig wurden auch die Ziele von Präsident Alfred Kropf klar definiert: Erreichen des Halbfinales und Finalesin der Samsung-HLA, Verein mit der besten Nachwuchsarbeit in Österreich.
Der 41jährige Cordas kehrt also nach 2 Jahren in der Schweiz zu dem Verein zurück, mit dem er seine grössten Erfolge feiern konnte. Als Spieler war er 3 x Österreichischer Meister und 3 x Cupsieger, dazu Europacupfinalist 1994; als Trainer baute er ab 1998 ein junges Team auf, das 2002 die gesamte Meisterschaft dominierte, schlussendlich aber nur mit dem Vizemeistertitel belohnt wurde. Sein allseits bekanntes Credo >Handball wird nicht nur gespielt sondern gelebt< soll die Linzer wieder in höhere (Tabellen)Sphären führen. Und das mit praktisch unveränderter Mannschaft, wobei er betont, dass "auch für mich ein 5. Platz den Rausschmiss bedeuten wird. Im Sport zählen nur Erfolge. Linz hat in den letzten 30 Jahren den Spitzensport im Handball geprägt, das ist eine Verpflichtung." Der Kontrakt wurde vorerst auf 2 Jahre geschlossen.
Als Assistenz-Trainer konnte Michal Vopelka (Jahrgang 1968) aus dem südböhmischen Trebon verpflichtet werden. Der Absolvent der Karls-Universität in Prag, Magister in Sport und Biologie, betreute bereits in der Saison 2002/03 die Bundesliga-Mannschaft, war ua. auch als Nachwuchstrainer (tschechische U17-Nationalmannschaft) tätig. Er wird den Anschluss-Kader der
Junioren auf Vordermann bringen, den Chef-Trainer damit entlasten. Dazu soll er dafür Sorge tragen, dass der Wiederaufstieg in die Bundesliga (mit dem Partnerverein HC Neue Heimat) gelingt, ein wichtiger Baustein in der Linzer Leistungs-Pyramide.
Neben Claus Retschitzegger, inzwischen bereits seit fast einem halben Jahr als Marketing-Verantwortlicher tätig, und dafür massgeblich, dass das Gesamtbudget um 25% erhöht werden kann, steht Nermin Adzamija - nach seinem Rücktritt als Spieler - für weitere Aufgaben zur Verfügung. Als Sportlicher Leiter soll er sowohl im personellen (Bindeglied zwischen Mannschaft und Vorstand) als auch im finanziellen (Kontakte zur Wirtschaft) Bereich Neues bewegen.
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