„Das war das Beste, das wir in Österreich sehen können“

Salzburg biegt Rapid in einem packenden Schlager mit 3:2
SK Rapid © GEPA pictures/Wien Energie
SK Rapid © GEPA pictures/Wien Energie

Im wohl besten Bundesliga-Spiel der Saison musste sich Rapid am Sonntag Red Bull Salzburg nach 1:0-Führung (Ljubicic, 28.) mit 2:3 geschlagen geben. 25.300 Zuseher sahen eine packende, dramatische Begegnung mit hohem Tempo und kaum Fehlern. Im Finish feierte der grünweiße Anhang nach 1:3-Rückstand schon kurz das 3:3, ehe Schiedsrichter nach Rückfrage bei seinem Assistenten den 2. Kvilitaia-Treffer  wegen Handspiels doch nicht gab. Salzburg hat damit Sturm Graz wieder an der Tabellenspitze abgelöst. Die Mozartstädter sind nun schon 17 Pflichtspiele ohne Niederlage. Für Rapid war es die erste Niederlage nach 12 Partien.

Den ersten Sieg nach fünf sieglosen Spielen hat die Austria beim WAC eingefahren. Den Siegestreffer  zum 2:1 schoss Raphael Holzhauser in der Nachspielzeit. Ergebnisse, Tabelle, Termine

16. Runde der tipico-Bundesliga, Sky-Stimmen:

Goran Djuricin (Trainer SK Rapid Wien):
…über das Spiel: „Wir haben das erreicht, wo ich angesetzt habe. Ich habe gesagt, ich will nicht dagegenhalten, sondern agieren und in den meisten Phasen haben wir sehr gut agiert. Wir haben nicht nur dagegengehalten, das war mir wichtig. Wir haben zeitweise sehr guten Fußball gespielt, waren mutig und haben sie zweite Halbzeit hineingedrängt. Wir haben sehr viel riskiert, sind für unseren großen Aufwand nicht belohnt worden und heute für jede Kleinigkeit bestraft worden. So ist Red Bull, sie haben sehr große Qualität. Ich glaube, wir haben die Partie in sechs, sieben Minuten aus der Hand gegeben.“

…vor dem Spiel auf die Frage, warum Schaub nicht von Beginn an spielt: „Er hatte unter der Woche Probleme mit der Leiste und dem Rücken. Ein paar kleine Wehwehchen. Er hatte viel Stress in den letzten Monaten, auch mit dem Baby. Da möchte ich ihm einfach eine kurze Pause geben, aber ich hoffe, dass er Impulse setzen kann, wenn ich ihn rein gebe.“

Marco Rose (Trainer FC Red Bull Salzburg):
…über das Spiel und den Umstand, dass die Salzburger hinten reingedrängt wurden: „Am Ende schon, als die Mannschaft dann mausetot war. Ich muss aber auch sagen, wer ein bisschen unsere letzte Woche verfolgt hat, es war unser drittes brutales Spiel gegen klasse Gegner. Ich bin mehr als stolz auf meine Mannschaft und am Ende waren sie einfach stehend K.O., das haben, glaube ich, alle gesehen. Wir haben einfach nur noch gehofft, dass es gut geht. Rapid hat es dann auch wirklich gut gespielt. Wir sind sehr glücklich.“

Walter Kogler (Sky Experte):
„Ich denke, das war das Beste, das wir in der österreichischen Bundesliga sehen können. Letztendlich war es sehr knapp, aber Salzburg der Sieger.“

Heimo Pfeifenberger (Trainer RZ Pellets WAC):
…über das Spiel und darüber, dass seine Spieler jetzt Zeit brauchen, um das zu verkraften: „Ich habe jetzt selbst gebraucht, muss ich ganz ehrlich sagen, weil wir ein ganz gutes Spiel gemacht haben, überhaupt zweite Halbzeit. Wir sind 1:0 in Führung gegangen und geben das Spiel mit zwei Aktionen so aus der Hand, überhaupt in der Nachspielzeit. Das darf halt einfach nicht passieren, weil wir routinierte Leute drin haben.“

Thorsten Fink (Trainer FK Austria Wien):
…über das Spiel: „Wir haben ja am Donnerstag noch in der Europa League in Mailand gespielt, ein Highlight gehabt. Jetzt fahren wir zum Wolfsberger AC und das ist sicherlich ein schweres Spiel. Am Ende müssen wir mit zehn Mann weiterspielen, machen eh das 1:1 nachdem wir 0:1 zurückliegen. Das war eine unheimliche Energieleistung meiner Mannschaft am Ende. Auch Raphael Holzhauser hat gezeigt, dass er mit dem Unentschieden mit zehn Mann nicht zufrieden war und wollte das 2:1 machen. Von da her bin ich sehr stolz, dass die Mannschaft das so rumgerissen hat gegen einen stark kämpfenden WAC.“

…über die rote Karte von Kadiri: „Was soll ich sagen. Das soll man nicht machen, das ist ja klar. Das ist eine Tätlichkeit. Natürlich wurde er dort ein paar Mal hinten hart angegangen, dann auch wieder vom zweiten Mann. Der Schiedsrichter pfeift es nicht. Zumindest schon einmal das erste muss abgepfiffen werden. Dann tritt er nach hinten aus und trifft den Spieler leicht. Von da her darf er das nicht machen, kommt aber im Fußball häufiger Mal vor. Ich werde mit ihm natürlich reden, dass das nicht geht bei uns hier in Österreich. In Afrika wird sowas vielleicht nicht gepfiffen, aber bei uns schon. Wie gesagt, wir reden mit ihm.“

(PM/RED)

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Fussball

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