Legende Prohaska wird 50

Rückkehr ins Trainergeschäft derzeit ausgeschlossen

Am Montag feiert Österreichs Jahrhundert-Fußballer Herbert Prohaska seinen 50er! Der jetzige ORF-Analytiker und Mentor der Red Zac Ersten Liga ist einer der wenigen österreichischen Kicker, die auch lange nach ihrer Karriere im Ausland ein Begriff sind. Prohaska, das Kind aus Simmering, das längst in Klosterneuburg seßhaft geworden ist, begann seine Kicker-Karriere bei Ostbahn XI. Seine sportliche Heimat aber wurde die Wiener Austria, für die er 15 Jahre am Ball war. Internationale Bekanntheit erlangte er durch seine Italien-Engagements bei Inter Mailand und AS Roma. Mit Rom gewann der begnadete Mittelfeldstratege sogar den ersten „Scudetto“ seit 41 Jahren. Mit der Austria erreichte er 1978 das Europacup-Finale, summa summarum holte er 17 Titel, fuhr er zweimal als Spieler (1978, 1982) sowie einmal als Teamchef (1998) zu einer Weltmeisterschaft. Sein „Spitz von Izmir“ ging in die österreichische Sportgeschichte ein, weil er Rotweißrot die Qualifikation für Argentinien 1978 bescherte. Der ehemalige Austria-Trainer musste aber auch ein brutales Erlebnis verkraften. Das 0:9 des Nationalteams gegen Spanien besiegelte dann auch das Ende Prohaskas als Nationaltrainer. Seine aktive Laufbahn beendete der 83fache ÖFB-Teamspieler 1989.

Von Stronach bei der Austria vors Horr-Stadion gesetzt, zeigt der glühende Violette weiterhin kein Interesse daran, wieder ins Trainergeschäft einzusteigen – mit einer Ausnahme: Toni Polster versuchte als Austrias General-Manager „Scheckerl“ für die Veilchen zu gewinnen. Prohaska: „Nur der Toni hätte es schaffen können, mich zu überreden.“ Der ist aber am Verteiler wie so viele bereits Geschichte…

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