Die doppelte Brisanz des nächsten Wiener Derbys

Rapid und Austria müssen unbedingt gewinnen
FOTO © FK Austria Wien
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Geht die Meisterrunde der tipico Bundesliga im Frühjahr ohne Rekordmeister Rapid Wien in Szene? Der größte Zuschauermagnet der Liga nicht mit dabei im Kampf um die Meisterschaft? Das wäre nicht nur für die Hütteldorfer, sondern auch für die Top-6-Mannschaften ein wirtschaftlicher Schaden. Der Fight um einen Platz unter den sechs besten Teams nach dem Grunddurchgang nimmt also immer mehr Fahrt auf.

Das 0:0 zwischen Rapid und Sturm Graz am Sonntag in der 17. Bundesliga-Runde bringt Sturm, das derzeit den beim neuen Modus so wichtigen sechsten Platz inne hat, mehr als Rapid, das sich aktuell nur auf Platz acht befindet. Die Mannschaft von Trainer Didi Kühbauer hält bei 20 Punkten, liegt damit drei Punkte hinter Aufsteiger Hartberg (2:2-Remis gegen Wacker Innsbruck) und ebenfalls drei hinter Sturm Graz. Vier Zähler fehlen auf den großen Erzrivalen, die Wiener Austria (1:2-Niederlage in Mattersburg), die also ebenso noch um einen Platz in der Meisterrunde bangen muss. Umso brisanter wird das große Wiener Fußball Derby am kommenden Sonntag, wenn Rapid bei der Austria in Wien-Favoriten gastiert. Auch Wettspannung ist garantiert. Einen umfassenden Angebotsüberblick bietet das Portal sportwetten-seiten.com.

Vorher haben die Rapidler aber noch die Glasgow Rangers im Allianz-Stadion zu Gast. Am Donnerstag reicht gegen die Schotten ein Unentschieden, um in die K.o.-Phase zu gelangen. Gegen die Austria müssen die Grünweißen allerdings auswärts gewinnen, um weiterhin realistische Chancen auf einen Platz in den Top6 zu haben. Die letzte Runde vor der Winterpause birgt also einige Brisanz.

Rapid-Kapitän Stefan Schwab zu Sky nach dem Spiel gegen Sturm Graz: „Aufgrund der Partie war es ein gerechtes Unentschieden. Beide Mannschaften hatten eine hundertprozentige Chance in der zweiten Halbzeit. Die Bedingungen waren sehr, sehr schwer zu spielen, es war kein schönes Spiel. Wichtig ist für uns, dass wir die direkten Duelle nicht verlieren und dass wir den Rückstand nicht größer aufreißen. Aber natürlich, jetzt sind noch fünf Runden zu gehen und wir brauchen Dreier.“

Selbiges gilt für die Wiener Austria, Trainer Thomas Letsch: „Ein Platz in den Top6? Das wird eine ganz enge Geschichte. Wir haben es aber nach wie vor selber in der eigenen Hand. Und diese Situation müssen wir nutzen.“ Während Letsch seine Truppe gezielt auf das Derby vorbereiten kann, muss Kühbauer mit seinen Spielern davor noch die Rangers meistern: „Wir wollen in der Europa League weiterkommen, wir wollen aufsteigen und dann kommt die Austria. Ich denke jetzt aber nur an das Rangers-Spiel.“

Ähnlich sieht es Schwab, der Sky dazu folgendes erklärte: „Die Europa League ist einfach geil. Das Spiel gegen die Rangers ist eine wundschöne Partie, in der wir unbedingt aufsteigen wollen. Und dann haben wir natürlich das Derby, und das ist enorm wichtig, damit wir dann vor dem Winter noch einen Anschluss kriegen.“

Mählich ist happy

Zufrieden mit dem 0:0-Unentschieden in Wien war Sturm Graz-Trainer Roman Mählich: „Wir wissen, dass Rapid hohe individuelle Qualität hat. Natürlich mussten wir uns auf das einstellen. Nach vorne hin, da brauchen wir nicht reden, war es kein Feuerwerk. Aber ich bin jetzt drei Wochen hier, wir haben dreimal zu null gespielt, sieben Punkte geholt, schwere Spiele gehabt. Ich glaube, wir können im Moment mit dem Verlauf zufrieden sein.“

Sky-Experte Walter Kogler über die Auswirkungen des Resultats für Sturm Graz: „Sturm hat jetzt den Abstand zu Rapid bewahrt und aufgrund der Tatsache, dass Austria nicht gewonnen bzw. sogar verloren hat und Hartberg auch nur einen Punkt geholt hat, ist für Sturm dieser Punkt sehr, sehr wertvoll.“ Sein Kollege Alfred Tatar über die Statistik, dass Rapid nun die wenigsten Tore aller Bundesliga-Teams erzielt hat: „Was Rapid betrifft, ist ganz klar, dass man mit diesen Zahlen überhaupt nicht zufrieden sein kann. Oberflächlich betrachtet, ist das ungenügend. Im Zeugnis würde ein Fünfer stehen.“ Und zum bevorstehenden großen Wiener Fußball-Derby in der Generali Arena: „Ich denke, Rapid hat jetzt wieder Tuchfühlung auf diese vorderen Regionen, momentan wird sich der Druck eher wieder auf die Austria schieben.“ Freilich: Sollte im Kampf um die Top6 schlussendlich die Wiener Austria auf der Strecke bleiben, wäre das für die Meisterrunde ebenfalls ein großer Schaden. Keine Frage: Der neue Modus bringt neue Spannung, birgt aber auch Gefahren in sich…

(RED)

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