Winter/Petutschnig U20-Europameister!

Hömberg: "Haben fantastisch gespielt!"

Nach 2011 darf sich Österreich neuerlich über einen U20-Europameistertitel freuen. Heuer zeigten sich dafür die beiden Burschen Tobias Winter und Lorenz Petutschnig dafür verantwortlich. Sie jubelten am Hartberger Hauptplatz über den Heimsieg. Sieger sind auch die Veranstalter des TSV Hartberg, die von allen Seiten großes Lob ausgesprochen bekamen.Start-Ziel-Sieg für Winter/Petutschnig
Das Duo Tobias Winter und Lorenz Petutschnig krönte sich am vergangenen Sonntag zum neuen U20 Beach Volleyball Europameister. Ohne Niederlage und mit nur zwei Satzverlusten sicherten sich die beiden mit einem 2:1-Erfolg über die Polen Bryl/Kaczmarek den Titel. Teamtrainer Stefan Hömberg war über die Leistung dementsprechend glücklich. „Die Gruppenspiele war schon gut. Was die beiden in der Hauptrunde gezeigt haben, war aber außergewöhnlich. Mithilfe des Publikums ist es ihnen gelungen ihre bisherigen Leistungsgrenzen zu überwinden. Sie haben bewiesen, dass sie echte Wettkampftypen sind und damit ein großes Versprechen für die Zukunft abgegeben. Trotz der kurzfristigen Teamänderung haben sie sich enorm schnell wiedergefunden und wirklich fantastisch gespielt.“
Nicht ganz nach Wunsch verlief die EM für die zweite Burschenpaarung, Martin Ermacora und Anton Menner. Nach überstandener Vorrunde, mussten sich die beiden den Silbermedaillengewinnern aus Polen sowie den Viertplatzierten Lerch/Lerch aus der Schweiz geschlagen geben und landeten am 13. Platz. Hömberg vermutet in der knappen 1:2-Auftaktniederlage gegen die Deutschen Betzien/Karpa den Knackpunkt. „In diesem Spiel lagen sie mit 1:0 und 16:11 in Führung. Dass sie diesen Vorsprung noch aus der Hand gegeben und das Match verloren haben, war für sie ein ziemlicher Dämpfer. Bis dahin waren sie nämlich in super Form und haben in der Vorbereitung tolle Leistungen gezeigt. Im Gegensatz zu Tobi und Lorenz, die schon früher zusammengespielt haben, war für sie die Teamumstellung aber sicher ungleich schwieriger.“

Titelverteidigerinnen landen auf Platz fünf
Lena Plesiutschnig und Katherina Schützenhöfer konnten ihren Vorjahreserfolg vor heimischem Publikum nicht verteidigen. Sie belegten Rang fünf, nachdem sie zuvor noch die jungen österreichischen Konkurrentinnen Nadine und Teresa Strauss mit 2:0 besiegt hatten.
Obwohl die Steirerinnen ihren Titel nicht wiederholen konnten, zeigt sich Hömberg dennoch sehr zufrieden: „Betrachtet man die bisherigen Saisonleistungen, ist der fünfte Platz für die beiden sicher ein gutes Resultat. Der Druck war für sie enorm groß und damit muss man erst einmal so gut umgehen können. Beide haben noch individuelle Schwächen an denen es zu arbeiten gilt.“
Den siebten Platz der Strauss-Zwillinge beurteilt Hömberg ebenfalls sehr positiv: „Ihre Spielintelligenz ist im Vergleich zu anderen Teams wirklich schon sehr weit entwickelt. Sie sind vielleicht das Team, das im Turnierverlauf die wenigsten Eigenfehler begangen hat. Für noch bessere Ergebnisse fehlt es in erster Linie noch an der Athletik. Daran lässt sich aber gut arbeiten!“

Kommende Woche U21 WM in Kanada
Schon am Montagmorgen reist das Team Austria Beach Volleyball (TABV) nach Halifax zur U21 WM. Für Österreich sind bei den Damen Lena Plesiutschnig und Katherina Schützenhöfer am Start. Bei den Herren hofft Teamtrainer Hömberg auf ein Comeback von Christoph Dressler. „In den kommenden Tagen stehen Belastungstests und ärztliche Untersuchungen am Programm. Bekommt Christoph das Ok wird er zusammen mit Lorenz Petutschnig antreten.“
Bei der bevorstehenden Österreichischen Staatsmeisterschaft in Linz liegt der Fokus bereits auf der WM. „Nach der Ankunft in Kanada bleiben uns noch eineinhalb Tage zur Akklimatisierung und Vorbereitung, bevor es am Mittwoch mit dem Hauptbewerb losgeht“, schildert Hömberg den Ablauf.

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