Überirdisch, nicht von dieser Welt

Diego Maradona ist tot

Die Fußballwelt trauert um einen ganz Großen, wenn nicht den Größten: Diego Maradona ist tot, Argentinien hat Staatstrauer ausgerufen.

Maradona konnte man einfach keinen seiner Fehltritte übel nehmen, er war so genial mit dem Ball, dass man geneigt ist, von „überirdisch“ zu sprechen. Nicht von dieser Welt und manchmal Gott doch so nah. Wie bei seinem legendären Tor bei der WM 1986 in Mexiko, das er mit der „Hand Gottes“ erzielte.

Maradona wurde verehrt, nicht nur in seiner Heimat, sondern auch in Neapel. Ein Lokalaugenschein vor wenigen Jahren in einer Pizzeria hat das bestätigt. Die Wände waren voll mit Maradona-Trikots. Der wundersame Spieler hat nicht polarisiert, sondern Fußball-Herzen erobert. Als die Bayern einmal im Europacup Napoli empfingen, wurden die Italiener beim Aufwärmen mit einem gellenden Pfeifkonzert empfangen. Aber dann erschien der Fußball-Gott, begann zu gaberln… und den Bayern-Fans blieb der Mund offen stehen. Es wurde vollkommen still im Stadion, so groß war die Ehrfurcht vor Diego Maradona, dem Überirdischen…

sportlive.at ist ein „PR-Portal“. Die veröffentlichten Texte sind Presseaussendungen unserer Kunden. Hingegen schreibt Wolfgang Wiederstein in dieser Kolumne über seine ganz persönliche Sicht der Dinge.

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Einwurf von Wolfgang Wiederstein

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