Thiem: „Selbst in Topform hätte hier eine Niederlage passieren können!“

Österreichs Nummer eins unterliegt Gasquet
Dominic Thiem 2015 © e-motion/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer
Dominic Thiem (hier beim Erste Bank-Open in der Wr. Stadthalle) © e-motion/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer

Für Dominic Thiem war im Achtelfinale der Erste Bank Open 500 Endstation! Der Weltranglisten-Sechste musste sich am Donnerstag bei dem mit 2.621.850 Euro dotierten ATP-Turnier in der mit 9.200 Zuschauern ausverkauften Wiener Stadthalle dem Franzosen Richard Gasquet in 2:22 Stunden mit 6:4, 5:7, 1:6 geschlagen geben. Nach gutem Beginn und Gewinn des ersten Satzes verabsäumte es der Lokalmatador, entscheidend nachzusetzen. Beim Stand von 5:5 im zweiten Durchgang musste Gasquet, der mit Fortdauer der Begegnung immer besser ins Spiel fand, bei eigenem Aufschlag mehrmals über Einstand gehen, holte sich aber die 6:5-Führung. Im darauffolgenden Aufschlagspiel unterliefen Thiem drei Fehler in Folge, die Gasquet den Weg zum Satzausgleich ebneten.

Im Schlusssatz hatte Österreichs Nummer eins nichts mehr zuzusetzen – offenbar auch deshalb, weil ihm ein körperliches Problem zu schaffen machte, über das er jedoch in der Pressekonferenz nach dem Match keine näheren Angaben machen wollte: „Es gibt da ein paar körperliche Sachen, die nur ein paar Leute wissen, die sicher nicht ideal sind und die mich ein bisschen belasten. Deshalb ist heute meine Körpersprache auch nicht ideal gewesen, aber nichtsdestotrotz sollte sie nicht so negativ sein“, sagte Thiem, der aufgrund seiner körperlichen Probleme auch einen Startverzicht bei dem in der kommenden Woche stattfindenden ATP-Masters-1000-Turnier in Paris in Erwägung zieht.

 Dass er von einer zu hohen Erwartungshaltung in Wien gebremst werde, stellte Thiem in Abrede: „Wien ist halt ein 500er-Turnier und extrem stark besetzt. Selbst wenn ich in Topform gewesen wäre, hätte eine Niederlage passieren können. Der erste Satz war noch in Ordnung, auch als Rückschläger. Ab dem zweiten Satz war ich weit weg von einem Break, habe auch als Aufschläger oft gewackelt. Da ist es dann nur eine Frage der Zeit, bis man das Break kassiert. Bei 5:6 ist es halt passiert. Es hat aber jetzt keine Situation gegeben, wo der Faden gerissen ist“, charakterisierte der Lichtenwörther die Niederlage gegen den aktuellen Weltranglisten-32. Gasquet.

Erste Bank Open 500

(PM)

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