Ruprecht steht im WM-Mehrkampffinale

Rhythmische Gymnastik
Nicol Ruprecht OeFT - Rhythmische Gymnastin, Copyright by OeFT/Leo Hagen
Nicol Ruprecht - Copyright by OeFT/Leo Hagen

Es war am Ende eine Tausendstelpunkte-Entscheidung mit dem glücklicheren Ende für Nicol Ruprecht: Die 25-jährige in Wien lebende Tirolerin qualifizierte sich bei der Weltmeisterschaft der Rhythmischen Gymnastik in Sofia gerade noch auf dem letzten verfügbaren Platz für das Finale der 24 besten Mehrkämpferinnen: „Ich bin sehr glücklich, dass es geklappt hat. Im Finale möchte ich mich steigern.“

Die erste, die es im 161-köpfigen WM-Feld aus 61 Ländern nicht in den Medaillenkampf geschafft hat, ist die für Aserbajdschan startende Veronika Hudis, die dieselben Gesamtpunkte wie Ruprecht erzielt hatte. Den Ausschlag gab schließlich der bessere Ausführungs-Teilwert der Österreicherin.

Dass es schließlich noch so knapp geworden war, lag an einer unerwartet tiefen Bewertung für die fehlerfrei vorgetragene abschließende Bandkür Nicol Ruprechts. Diese erhielt weniger Punkte als die verpatzte Ball-Auftaktübung am Montag. ÖFT-Sportdirektorin Gabriela Welkow-Jusek: „Für mich nicht nachvollziehbar.“ Nationaltrainerin Luchia Egermann: „Wenn man es positiv betrachtet, dann haben Nicol nur zwei gute Wertungen für die WM-Finalqualifikation genügt. Das zeugt von ihrer Klasse.“

Bei ihrer bereits achten WM seit 2009 steht Nicol Ruprecht nun – trotz eines Bänderrisses im Juni und daher Trainingsrückstand – vor ihrem dritten Finale: 2015 hatte sie in Stuttgart im Kreis der weltbesten Mehrkämpferinnen Platz 20 erreicht. Im Vorjahr 2017 in Pesaro schaffte sie es trotz eines gebrochenen Fingers wieder in die Entscheidung und dort auf Platz 23. Dazwischen, bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio, ergänzte der 20. Rang die bisherige Erfolgsbilanz auf Weltebene.

Das WM-Mehrkampffinale 2018 ist am Freitag (14.9.) von 13 bis 19 Uhr MESZ angesetzt. Die Österreicherin wird rund zwei Wochen vor ihrem 26. Geburtstag die älteste Finalistin sein, es mit bis zu neun Jahre jüngerer Konkurrenz aufnehmen. Insgesamt ist Ruprecht die zweitälteste WM-Gymnastin 2018 nach der fünf Plätze hinter ihr platzierten Mexikanerin Rut Castillo Galindo, die in drei Tagen ihren 28. Geburtstag feiert.

Platz 26 für Österreich im WM-Teambewerb

Für die Teamwertung der RG-Weltmeisterschaft ergänzten Debütantin Oksana Slavova (16) aus Wien und Julia Meder (21) aus Graz das ÖFT-Aufgebot. Dieses erreichte im Feld der 161 Gymnastinnen aus 61 Ländern den 26. Endrang. Im Einzelklassement belegten die beiden Österreicherinnen mit teilweise starken, aber auch durchwachsenen Leistungen im Rahmen ihrer Möglichkeiten den 96. (Slavova) bzw. den 103. (Meder) Mehrkampfrang. Russland verteidigte seinen Titel aus 2015 überlegen vor Gastgeber Bulgarien und Italien.

RG-WM-Informationen (inkl. Ergebnislisten):

(ÖFT)

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