Pouille krönt sich zum Stadthallen-Sieger

Erste Bank Open
Lucas Pouille, Erste Bank Open 500 © e-motion/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer
Lucas Pouille, Erste Bank Open 500 © e-motion/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer

Der große Triumphator der Erste Bank Open 500 heißt Lucas Pouille! Der 23-Jährige besiegte am Sonntag in einem rein französischen Endspiel bei dem mit 2.621.850 Euro dotierten ATP-Turnier in der Wiener Stadthalle den Vorjahresfinalisten Jo-Wilfried Tsonga in 1:11 Stunden mit 6:1, 6:4 und holte sich damit den ersten ATP-Turniersieg auf 500er-Level. Für seinen insgesamt vierten Titelgewinn und den dritten in diesem Jahr nach Budapest und Stuttgart wurde Pouille mit einem Siegerscheck in Höhe von 438.505 Euro sowie 500 Punkten für die Weltrangliste belohnt, mit denen er sich von Position 25 auf Platz 18 verbessern wird. Wie sehr sich der Franzose über den Sieg freute und wie wohl er sich beim heimischen Tennis-Klassiker fühlte, brachte er bei der Siegerehrung zum Ausdruck, als er zur Freude der Fans in Deutsch jubelte: „In dieser Woche war ich ein Wiener!“

Pouille hatte die Partie von Beginn an im Griff – wohl auch deshalb, weil Tsonga das zuletzt intensive Programm mit dem Turniersieg in der Vorwoche in Antwerpen und dem fünften Match innerhalb von fünf Tagen in Wien ein wenig in den Knochen steckte. Diesen Eindruck hatte auch Pouille, der in der Pressekonferenz nach dem Match meinte: „Ich glaube, dass Jo ein bisschen müde war. Er hat in Antwerpen gewonnen und auch hier ein paar harte Spiele gehabt. Ich bin sehr fokussiert ins Spiel gegangen, dann ist mir im ersten Satz schnell ein Break gelungen. Im zweiten ging es auch gut los. Dann hatte ich in einem Game plötzlich Schwierigkeiten, habe aber auch diese Phase überwunden.“

Dem Umstand, dass er nun in dieser Saison der einzige Spieler auf der ATP World Tour ist, der auf allen drei Belägen gewonnen hat (Budapest/Sand, Stuttgart/Rasen, Wien/Hartplatz), wollte Pouille keine besondere Bedeutung beimessen: „Ich versuche mich einfach jeden Tag zu verbessern, egal auf welchem Belag. Am Ende möchte ich in der Lage sein, auf allen Belägen gut zu spielen und zu gewinnen. Ich freue mich jetzt einfach über eine großartige Woche und über das großartige Gefühl, die Siegestrophäe in die Höhe stemmen zu können“, strahlte Pouille.

Beim unterlegenen Finalisten Tsonga hielt sich die Enttäuschung über die Niederlage in Grenzen, der Wien-Sieger des Jahres 2011 gratulierte seinem Landsmann sportlich fair zu dessen bisher größtem Erfolg: „Lucas hat mir keine Möglichkeiten gegeben. Ich freue mich für ihn, es war sein erster Sieg in dieser Kategorie. Ich habe die ganze Woche mein Bestes gegeben und gegen viele gute Spieler gespielt. Irgendwann wird man auch ein bisschen müde. Ich habe bis zum Ende gekämpft, aber er hat mir einfach nichts gegeben“, bilanzierte Tsonga.

Im Doppel-Finale setzten sich Rohan Bopanna (IND) und Pablo Cuevas (URU) gegen das brasilianisch-amerikanische Duo Marcelo Demoliner und Sam Querrey nach der Abwehr von zwei Matchbällen mit 7:6 (9/7), 6:7 (4/7) und 11:9 im Match-Tiebreak durch.

(PM)

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