Gold! Schmidhofer sorgt für perfekten WM-Auftakt

Vor Weirather und Gut, Veith und Vonn ausgeschieden
Nicole Schmidhofer 2017 © Kraft Foods Europe Services GmbH / GEPA pictures Christian Walgram
Nicole Schmidhofer 2017 © Kraft Foods Europe Services GmbH / GEPA pictures Christian Walgram

Nicole Schmidhofer sorgte bei der Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz für einen perfekten Auftakt aus österreichischer Sicht. Die 27-jährige Steirerin gewann am Dienstag überraschend den Super-G vor Tina Weirather (+0.33 Sekunden) und Topfavoritin Lara Gut (+0.36).  Zweitbeste ÖSV-Läuferin wurde Stefanie Venier als Siebente. Titelverteidigerin Anna Veith schied nach guter Zwischenzeit aus. Auch US-Superstar Lindsey Vonn kam nicht in die Wertung.

Schmidhofer, die sich erst vor einem Jahr im Abfahrtstraining in Cortina einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, konnte bislang noch kein Weltcup-Rennen gewinnen, stand erst zweimal am Podest. Weirather fuhr als erste Liechtensteinerin nach ihrer Mutter Hanni Wenzel bei den Olympischen Spielen 1980 in Lake Placid bei einer Großveranstaltung unter die Top-3. Für die 23-fache Weltcupsiegerin Gut war es hingegen bereits das sechste Edelmetall bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen. Was der Schweizerin allerdings weiterhin fehlt ist eine Goldmedaille.

Stimmen von der Pressekonferenz
Nicole Schmidhofer (1.):
„Ich habe auf eine Medaille gehofft. Für mich war aber die Lara die Top-Favoritin. Als ich im Ziel vor Tina und ihr lag, war das schon sehr cool. So ganz kann ich es aber noch nicht glauben. Das muss alles erst sacken. Morgen geht es mit einem Abfahrtstraining schon wieder weiter.“

Tina Weirather (2.), die mit einem Bruch des rechten Mittelhandknochens an den Start gegangen war: „Ich bin überglücklich. Es hat lange gedauert, bis es jetzt endlich mit der ersten Medaille geklappt hat. Ich stand im Weltcup bereits 30 Mal auf dem Podest, bei Großveranstaltungen hat mir bislang allerdings das Glück gefehlt oder ich habe selbst versagt. Der Druck war deshalb enorm, ich bin sehr stolz.“

Lokalmatadorin Lara Gut (3.): „Es ist Bronze und nicht der vierte Platz. Eine Medaille muss man erst einmal holen. Von dieser Seite her war es ein guter Anfang, aber natürlich hätte ich lieber gewonnen.“

Am Mittwoch ermitteln die Herren ihren Weltmeister. Für den ÖSV gehen Titelverteidiger Hannes Reichelt, Marcel Hirscher, Max Franz, Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer auf Medaillenjagd. Start ist 12 Uhr.

[HAC]

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