Bullen nehmen ihren zehnten Anlauf

Salzburgs Kampf um die Champions League-Gruppenphase
Red Bull Salzburg-Coach Marco Rose 2017 © Red Bull Picture Data Base / GEPA pictures Felix Roittner
Red Bull Salzburg-Coach Marco Rose 2017 © Red Bull Picture Data Base / GEPA pictures Felix Roittner

Die Schwierigkeiten Red Bull Salzburgs in der Champions League sind hinweitig bekannt. Als österreichischer Serienmeister stets in den Qualifikationsrunden dabei, durfte man sich ein Jahr nach dem anderen auch schnell wieder verabschieden. Die Gruppenphase blieb stets ein Traum. Wird es 2017 endlich gelingen?

Nach dem vierten Titel in Serie war erst einmal eitel Sonnenschein in der Mozartstadt. Red Bull Salzburg hatte den Rekord von Austria Wien aus den Achtzigern eingestellt. In der vergangenen Woche verabschiedete sich allerdings Trainer Oscar Garcia Richtung St. Etienne. Sein Nachfolger wurde der 40-jährige Marco Rose. Mit dem Leipziger haben Salzburgs Jungbullen die UEFA Youth League gewonnen. Sein erstes Pflichtspiel steht für den Deutschen bereits am 12. Oder 12. Juli auf dem Programm. Die Bullen kekommen es dann zum Auftakt der zweiten CL-Quali-Runde mit dem Hibernians FC (Malta) oder FCI Tallinn (Estland) zu tun.

Auch Rose könnte wie sein Vorgänger in den vergangenen Sommern in der Transferzeit noch den einen oder anderen Spieler verlieren. Den Salzburgern kommt vermehrt die Rolle eines Ausbildungsvereins zu. RB Leipzig beendete die abgelaufene Bundesliga-Saison als Aufsteiger sensationell auf Platz zwei und wird voraussichtlich Champions League spielen.  Wesentlichen Anteil am Erfolg haben die ehemaligen Salzburg-Spieler Bernardo, Benno Schmitz, Naby Keita, Marcel Sabitzer, Stefan Ilsanker oder Peter Gulacsi. Diese sechs Spieler waren innerhalb der vergangenen zwei Jahre aus der Mozartstadt nach Leipzig gewechselt.

Insbesondere zwei Spieler werden momentan mit dem deutschen Schwesterprodukt in Verbindung gebracht. Einer von ihnen ist der zentrale Mittelfeldspieler Konrad Laimer. Der gebürtige Salzburger spielte eine konstant gute Saison und wurde zuletzt zum ersten Mal für das Nationalteam nominiert (blieb in Irland jedoch ohne Einsatzminute). Zudem könnte Außenspieler Valentino Lazaro Richtung Leipzig abwandern.

Früher Auftakt in die Champions League
Der frühe Start in die Champions League am 11. oder 12. Juli birgt das Problem, aufgrund einer kurzen Vorbereitung im Fitness- sowie wegen diversen Neuzugängen im Taktik-Bereich noch nicht in bester Verfassung zu sein. Dennoch sollten die möglichen Gegner Hibernians und FCI Tallinn überschaubare Hürden darstellen. Guts.com Sportsbook und lizensierte Online Casino Webseite beziffert Salzburgs Titelchancen auf eine Quote von 440.00 beziffert. Um überhaupt eine Chance zu haben, sich mit den besten Mannschaften des Kontinents zu messen, müssen allerdings zunächst der Qualifikationsrunden überstanden werden!

Im Falle eines Aufstiegs gegen die Malteser oder Esten könnte es zu Duellen mit Malmö FF oder Rosenborg Trondheim kommen. Weit größere Herausforderungen warten im Playoff, der letzten Quali-Runde. Denn in dieser Phase steigen u. a. die viertplatzierten Teams aus Deutschland, England und Spanien in den Wettbewerb ein. Ob es Red Bull im zehnten Anlauf erstmals in die Gruppenphase schafft, wird spätestens am 22. oder 23. August feststehen. [ID]

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