Wie gut, dass es noch Ried gibt

EINWURF von Wolfgang Wiederstein
SK Rapid 2016 © GEPA pictures/ Wien Energie
SK Rapid 2016 © GEPA pictures/ Wien Energie

Muss man sich um Rapid Sorgen machen? Wenn das in dieser Tonart weiter geht, dann sicher! Der Negativrekord in der Bundesliga ist mit der 1:2-Niederlage in Graz gegen Sturm aufgestellt, noch nie haben die Hütteldorfer zu diesem Zeitpunkt weniger Zähler (29 Punkte/25. Runde) auf dem Konto gehabt. 

Die Abstiegsfrage stellt sich nicht wirklich, aber Grünweiß muss sich neu organisieren, sonst endet diese Saison noch mehr als blamabel. Den Trainer hat man schon gewechselt, den Sportdirektor auch, normalerweise wird im Fußball nach solchen Negativ-Serien, wie sie Damir Canadi liefert, der Betreuer gefeuert, aber das kann sich Rapid dem Vernehmen nach gar nicht mehr leisten. Neue Spieler sind ein Wunschdenken.

Rapid klebt auch das Pech an den Fersen, Unglück aber ist selten eine gute Ausrede. Die Hütteldorfer können froh sein, dass es Teams wie Ried gibt. Die Innviertler sind seit dem Wochenende auf dem direkten Weg in die 2. Leistungsstufe. Auch dort hat man den Trainer gewechselt, Trainereffekt ist im Fußball offenbar relativ. 

Bei Rapid wird man vielleicht noch die Zeit herbeisehnen, an dem Zoran Barisic Trainer war. Der ist derzeit in der Türkei erfolgreich.

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Wolfgang Wiederstein (derzeit in Bildungskarenz)
leitet das Sport-Ressort der Tageszeitung „Die Presse“.
  

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Fussball

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