Zauchensee-Rennen bescheren Vonn 92.030 Euro

Gewinnt auch Super G, Hütter wieder Dritte
Lindsey Vonn 2015 © Kraft Foods Europe Services GmbH / GEPA pictures Christian Walgram
Lindsey Vonn 2015 © Kraft Foods Europe Services GmbH / GEPA pictures Christian Walgram

Lindsey Vonn hat das Zauchensee-Double geschafft! Die US-Amerikanerin sicherte sich am Sonntag nach der Sprint-Abfahrt auch den Super G. Zweite mit 0,70 Sekunden Rückstand die Schweizerin Lara Gut, Dritte wie am Samstag ÖSV-Läuferin Cornelia Hütter (+1,25 Sekunden). Gut war am Vortag nicht ins Ziel gekommen.

Für Lindsey Vonn war das Speed-Wochenende in Altenmarkt Zauchensee sehr einträglich. Für den Doppel-Triumph in Sprintabfahrt und Super-G kassierte die US-Amerikanerin 200 Weltcuppunkte und ein Preisgeld von 92.030 Euro brutto. „Ja, das war wirklich ein perfektes Wochenende für mich. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Das Publikum ist super hier, ich fühle mich richtig wohl. Auf den Gesamtweltcup schaue ich im Moment überhaupt nicht, ich will nur Rennen gewinnen“, sagte Vonn, die am Sonntag ihren 26. Erfolg in einem Weltcup-Super-G und den 73. insgesamt gefeiert hat. Was der Grund für ihre Überlegenheit in den Speed-Disziplinen ist? „Ich denke, dass ich gar nicht so weit vorne bin. Körperlich und im Kopf, wie gesagt, bin ich sehr stark, ich habe ein Superteam um mich, von dem ich eine tolle Unterstützung bekomme. Vielleicht schaut es leichter aus, aber es ist nicht so leicht, Rennen zu gewinnen. Man kann immer etwas besser machen, ich muss weiter kämpfen.“

Gut bleibt vorn

Im Gesamtweltcup hat die Schweizerin Lara Gut als Zweite (1:13,45 Min.) hinter Vonn (1:12,75) die Führung verteidigt. Dritte, wie am Vortag, wurde die im Moment beste ÖSV-Speedlady, Cornelia Hütter (1:14,00). Für die Steirerin hat sich der Ausflug zum „Audi FIS Ski World Cup“ nach Altenmarkt Zauchensee ebenfalls gelohnt, für zwei dritte Plätze wurde Hütter mit 10.958 Euro brutto entlohnt. Die Entscheidung um Platz 3 und 4 war denkbar knapp, Hütter war nur eine Hundertstelsekunde schneller als die Italienerin Nadia Fanchini.

Wie Michaela Dorfmeister

Sieg in Abfahrt und Super-G an einem Wochenende in Altenmarkt Zauchensee – das ist seit der Weltcup-Premiere im Jahr 1980 nur der ÖSV-Läuferin Michaela Dorfmeister beim Weltcupfinale 2002 gelungen. Und was macht Lindsey Vonn, wenn der Weltcup nun nach Flachau übersiedelt, wo am Dienstag der Nachtslalom und am Freitag bzw. Sonntag die in Ofterschwang abgesagten Rennen (Slalom/Riesentorlauf) ausgetragen werden? „Heim in die USA werde ich auf keinen Fall fliegen, da ist die Zeit zu knapp“, meinte Vonn. Ihr Privatbetreuer Robert Trenkwalder hat, was das Wochenprogramm seines Schützlings betrifft, schon konkretere Pläne: „Zwei Tage wird Lindsey Kondition trainieren, eventuell absolviert sie ein Speedtraining in Saalbach-Hinterglemm.“

ÖSV-Damenchef Jürgen Kriechbaum durfte mit seiner Truppe wiederum zufrieden sein: Dritte Cornelia Hütter, Fünfte Elisabeth Görgl, die 2014 hier die Abfahrt auf der klassischen Strecke gewonnen hatte, Siebte Nicole Schmidhofer, die mit einem Fehler im Mittelteil – nach toller Zwischenzeit – eine bessere Platzierung vergab und im Ziel von ÖSV-Sportdirektor Hans Pum getröstet werden musste.

Absolut nicht wunschgemäß ist das Speed-Wochenende für Lotte Smiseth Sejersted verlaufen. Die Norwegerin zog sich bei einem Sturz einen Kreuzbandriss im linken Knie zu.

OK-Chefin Veronika Scheffer: „Der Skitross hat in einer saisonschwachen Zeit für 5000 Nächtigungen in der Region gesorgt.“

Das Rennen war noch nicht zu Ende, da zog man bereits zufrieden Bilanz: „Der Skitross hat in einer saisonschwachen Zeit für 5000 Nächtigungen in der Region gesorgt. Es war sehr wichtig für uns, auch in einem schneearmen Winter unsere Wintersport-Kompetenz zu zeigen. Die tollen Bilder von der TV-Übertragung und die Berichte in den Printmedien können für den Rest der Wintersaison buchungsrelevant sein. Wer ski-affin ist, sollte sich die Bilder aus dem Pongau angeschaut haben“, sagte Veronika Scheffer, OK-Chefin und Geschäftsführerin der Bergbahnen Zauchensee. Scheffer ist überzeugt davon, „dass das Speed-Wochenende der weltbesten Skirennläuferinnen für einen Dauermehrwert in der Region sorgen wird.“ Dafür sorgten freilich nicht zuletzt  die TV-Übertragungen, Andreas Eichwalder von „Eurovision.“: „In Europa war die Sprintabfahrt in 13 Ländern zu sehen, und über Eurosport sind weltweit noch mehr als hundert Länder dazu gekommen.“

In einem Jahr, am 14./15. Jänner 2017, ist Altenmarkt Zauchensee wieder Weltcup-Schauplatz für Abfahrt und Superkombination der Damen.

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(PM/RED/CHS)

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