Sturm Graz schlägt Rapid mit 2:1

1. Heimsieg der Steirer über Grünweiß seit Dezember 2013
Rapid-Trainer Damir Canadi 2017 © GEPA pictures/ Wien Energie
Rapid-Trainer Damir Canadi 2017 © GEPA pictures/ Wien Energie

Sturm Graz hat Rapid gebändigt, den Rekordmeister am Sonntag daheim vor 15.000 Zusehern mit 2:1 in die Schranken gewiesen. Die Truppe von Damir Canadi ist nun schon sechs Spiele ohne Sieg. Damit rutschen die Wiener hinter die Admira auf Rang sechs ab. Sturm Graz bleibt als Vierter an der Spitze dran, hat nur zwei Punkte Rückstand auf die Austria (3.).

Die Steirer waren in der 21. Minute aus einem Elfer durch Ex-Rapidler Deni Alar in Führung gegangen. In der 64. Minute erhöhte Charalampos Lykogiannis mit einem Traumschuss aus rund 30 m in die Kreuzecke auf 2:0, ehe Jolinton in der 80. Minute auf 1:2 verkürzen konnte. Die Vorlage zum sehenswerten Treffer kam von Steffen Hofmann, den Canadi zu Beginn der 2. Hälfte ins Spiel brachte und der in Folge seine Routine und Übersicht unter Beweis stellte. Im Finish drückte Rapid auf den Ausgleich, hatte aber Ende auch nicht das nötige Glück. Hofmann: „Es läuft derzeit leider alles schief, was schief laufen kann. Wir haben alles versucht, müssen einfach weiter arbeiten und wieder diesen Elan zeigen.“ Auswärts warten die Wiener seit dem 29. Oktober 2016 (2:1 gegen Admira Wacker Mödling) auf einen vollen Erfolg.

Sky-Stimmen:

Franco Foda (Trainer SK Sturm Graz):
…über das Spiel: „Wir haben bis zu der 70. Minute wenig zugelassen außer bei einer Standardsituation von Kvilitaia, eine Kopfballmöglichkeit. Wir hatten vor allem in der ersten Halbzeit noch eine Riesen-Kontersituation von Marc Schmerböck. Auch in der zweiten Halbzeit haben wir dann oft den letzten Pass ganz schlecht gespielt, da hätten noch Torchancen für uns entstehen können. Nach dem 2:0 haben wir uns zu weit zurückgezogen, waren zu passiv im Spiel gegen den Ball.“

…über den Gegner: „Wir haben gewusst, dass Rapid eine sehr, sehr gute Mannschaft hat und der Tabellenplatz spiegelt eigentlich nicht das wieder was sie im Stande sind zu leisten.“

…über die Wichtigkeit des Sieges gegen Altach: „Die Mannschaft hat Selbstvertrauen getankt, wir wollen auch zuhause wieder eine Macht werden. Das war ja vor dem Spiel gegen Altach auch nicht der Fall.“

Deni Alar (SK Sturm Graz):
…über das Spiel: „Heute haben wir zum Schluss ein bisschen Glück gehabt, aber wir haben nie aufgegeben und ich glaube, dass der Sieg in Ordnung geht.“

…über die Leistung des SK Rapid Wien: „Es war nicht einfach. Sie haben sehr viele Chancen gehabt und ein paar hundertprozentige, aber wir hatten das Glück heute auf unserer Seite.“

…über sein Tor: „Ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen hab können heute mit dem Tor. Und die drei Punkte zählen, das ist das Wichtigste.“

Damir Canadi (Trainer SK Rapid Wien):
…über das Spiel: „Es tut uns allen weh. Man hat gesehen wer die bessere Mannschaft auf dem Platz war.“

…über den Elfmeter von SK Sturm Graz: „Nie und nimmer Elfmeter. So ist das im Fußball.“

…über die Leistung seiner Mannschaft: „Die Mannschaft hat alles reingeworfen, hat bis zum Schluss versucht das Spiel zu gewinnen und das tut uns natürlich heute weh. Jeder der die Mannschaft sieht, sieht, dass sie die bessere Mannschaft auf dem Platz war und, dass es ein wahrscheinlich glücklicher Sieg des Gegners war.“

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