Salzburg souverän, Rapid bricht den Bann

29. Bundesliga-Runde
SCR Altach vs. Red Bull Salzburg: Valentino Lazaro, Takumi Minamino und Wanderson Maciel Sousa Campo (RBS) 2017 © © Red Bull Picture Data Base / GEPA pictures Oliver Lerch
SCR Altach vs. Red Bull Salzburg: Valentino Lazaro, Takumi Minamino und Wanderson Maciel Sousa Campo (RBS) 2017 © © Red Bull Picture Data Base / GEPA pictures Oliver Lerch

Tabellenführer Red Bull Salzburg gewann am Samstag den Auftakt der 29. Bundesliga-Runde, schlug den WAC auswärts mit 2:0.  Valon Berisha (2./Elfer) und Stefan Lainer (62.) schossen die Tore. Auch Rapid kam letztlich zu einem souveränen Erfolg über den Tabellen-Zweiten Altach. Die Hütteldorfer gewannen das erste Spiel  unter Trainer Djuricin vor 20.000 Fans im Allianz-Stadion durch zwei Tore von Altmeister Steffen Hofmann und einem Malicsek-Tor in der Nachspielzeit mit 3:0 und feierten damit den ersten Sieg im Frühjahr. Wichtige Punkte, um dem Abstiegskampf zu entrinnen (Pressekonferenz)! Da Schlusslicht Ried in Graz gegen Sturm durch ein spätes Zulechner-Tor (88.) doch noch mit 0:1 verlor, hat Rapid nun acht Punkte Vorsprung auf das Tabellenende. Das NÖ-Derby ging an die Admira, die St. Pölten in der Südstadt mit 2:0 in die Schranken wies. Mattersburg – Austria Wien schließt die Runde am Sonntag (15 Uhr) ab.

Sky-Stimmen:

Goran Djuricin (Trainer SK Rapid Wien):
…über das Spiel: „Uns sind glaube ich eine Million Steine vom Herzen gefallen. Der Sieg war so wichtig für die Mannschaft und auch für die Fans. Ich glaube wir haben heute das Richtige gemacht. Es war so, dass wir teilweise gut kombiniert haben. Das Spiel war meiner Meinung nach ziemlich ausgeglichen. Teilweise waren wir in den Kombinationen besser, wir haben das glücklichere Ende gehabt.“

…über den Abstiegskampf: „Das Wort nehme ich nicht in den Mund. Das kenne ich nicht, das interessiert mich nicht. Wir wollen nach vorne schauen.“

…vor dem Spiel über die Änderung der Aufstellung von einer Dreier- auf eine Viererabwehr: „Ich glaube, dass eine Veränderung notwendig ist. Wir wollen einen Neuanfang starten. Man muss ihnen einen Spielplan geben, der kurz und knackig ist, wo jeder weiß was er zu tun hat. Ich hoffe, dass wir das geschafft haben.“

Stefan Schwab (SK Rapid Wien):
…über das Spiel: „Wir waren heute von Beginn an aggressiv, ich glaube wir gehen als verdienter Sieger vom Platz. Sehr, sehr wichtig für uns in dieser Situation.“

…über die Bedeutung des Sieges: „Jetzt sind wir glücklich, dass wir endlich wieder ein Ligaspiel im Frühjahr gewonnen haben.“

…über den Effekt den Djuricin gebracht hat: „Er hat uns motiviert, er hat uns Selbstvertrauen zugesprochen. Er hat uns gesagt, dass wir kicken können. Das haben wir heute gezeigt. Also er hat die richtigen Worte gefunden, hat uns aufgebaut, hat an unsere fußballerischen Tugenden appelliert und das ist aufgegangen.“

Steffen Hofmann (SK Rapid Wien):
…über das Spiel: „Ich glaube es war ein enorm wichtiges Spiel für uns. Man hat es gesehen, wir haben alles gegeben. Es war vielleicht spielerisch noch nicht das Gelbe vom Ei, aber es war phasenweise auch okay. Die drei Punkte tun uns jetzt einmal richtig gut und jetzt haben wir einmal unser erstes Ziel geschafft, dieses Spiel zu gewinnen und es geht weiter.“

…über den Abstiegskampf: „Wir wissen, dass wir nach wie vor in einer schwierigen Situation sind. Wir wissen, dass wir da hinten dabei sind, da wollen wir möglichst schnell raus. Da haben wir heute den ersten Schritt gemacht, aber auch nicht mehr.“

Fredy Bickel (Geschäftsführer Sport SK Rapid Wien):
…über die Ernennung von Djuricin: „Ich habe immer gesagt, ich wusste eigentlich schnell einmal, dass es nur diese Lösung geben kann. Insbesondere darum, weil ich gesehen habe wie sie arbeiten.“

…über das Treffen mit den Fans auf der Raststätte: „Ich habe das echt als positiv empfunden. Es waren Dinge dabei, die wir auch schon mit der Mannschaft besprechen oder sie darauf aufmerksam machen wollten. Wenn jetzt noch von den Fans diese Unterstützung kommt und die auch noch in das gleiche Horn blasen, und das auf eine höchst respektvolle Art und mit viel Anstand machen, dann muss ich unter dem Strich sagen, dass es für mich eine gute Aktion war, auch wenn es für niemanden angenehm war.“

Martin Scherb (Trainer CASHPOINT SCR Altach):
…über das Spiel: „Ich bin natürlich enttäuscht, dass wir verloren haben. Wir sind gut ins Spiel gekommen, aber haben den Gegner dann bei beiden Gegentoren in der ersten Spielhälfte richtig eingeladen uns Tore zu schießen und unsere Passivität in diesen Szenen zu bestrafen und sind dann folglich auch dank der Effizienz, der Geilheit auf die Tore von Rapid in Rückstand gelegen. Spielerisch war es in Ordnung. Wir hatten noch ein, zwei Möglichkeiten, haben in der zweiten Halbzeit alles versucht. Es hat nicht gereicht, wir sind natürlich sehr enttäuscht, eine verdiente Niederlage für uns.“

…über die Formschwäche seiner Mannschaft: „Es hat viele Gründe. Wir arbeiten sehr intensiv da wieder rauszukommen und werden das auch schaffen.“

Franco Foda (Trainer SK Sturm Graz):
…über das Spiel: „Ich freue mich sehr über den Sieg. Wir haben in den ersten fünfzehn Minuten gut angefangen, haben den Gegner unter Druck gesetzt, haben auch ein Tor erzielt das anscheinend knapp Abseits war. Komischerweise haben wir danach bis zur Halbzeit den Faden verloren. Wir waren dann in den Zweikämpfen nicht mehr präsent, wir haben im Spielaufbau zu einfach Fehler begangen. Den Fehlern mussten wir dann hinterherlaufen, Ried war im Umschaltspiel gefährlich. Das haben wir auch in der Halbzeit besprochen. Wir hätten eigentlich einen klaren Elfmeter auch noch bekommen müssen.“

…über Ried: „Das habe ich meiner Mannschaft gesagt, dass Ried eine gute Mannschaft ist, die gute Spieler in ihren Reihen hat, die bissig sind. Die sind aggressiv, waren immer ganz eng bei uns am Mann, haben uns selten ins Spiel kommen lassen. Ich habe gewusst, dass es ein enges Spiel wird.“

…über den Treffer von Philipp Zulechner: „Gott sei Dank. Philipp hat eine lange Leidenszeit hinter sich, ist reingekommen und hat ein Tor erzielt. Jetzt habe ich leider Gottes nach dem Spiel gehört, dass er schon wieder verletzt ist.“

Philipp Zulechner (SK Sturm Graz):
…über das Spiel: „Ab und zu haben wir halt das Glück, dann haben die anderen das Glück. Das Tor war jetzt keine Glanzleistung vom herausspielen, aber wir haben es mit letzter Konsequenz fertig gespielt und von daher kann man sagen wir haben das Tor erzwungen.“

…über die Bedeutung seines Tors: „Es ist befreiend. Ich glaube man hat es auch am Torjubel gesehen, dass ich alles rausgeschrien habe.“

Lassaad Chabbi (Trainer SV Guntamatic Ried):
…über das Spiel: „Ich glaube wir haben uns mindestens einen Punkt verdient. Wir haben erste Halbzeit sehr gut gespielt. Wir haben in siebzig Minuten keine Gefahr durch den Gegner gehabt. Wir sind am Schluss einmal falsch gestanden und haben den Gegner einmal zu spät attackiert. Na gut, das ist der Fußball. Wenn du unten bist, dann bekommst du solche Tore.“

Anton Pfeffer (Sky Experte):
…über das Spiel WAC – Salzburg: „Es war eine couragierte Leistung von Wolfsberg, aber, wenn ich zuhause keine einzige Torchance vorfinde, dann kann man natürlich nicht zufrieden sein. Das ist mein Zugang dazu (…).“

…über den Elfmeter für Salzburg: „Hundertprozentig. Ich weiß auch nicht, wie Wernitznig da jetzt draufkommt und sagt, der wäre ihm hineingelaufen. Er möchte den Ball spielen, aber trifft ihn an der Ferse – für mich ganz klar Elfmeter.“

…über die Leistung des WAC in der ersten Halbzeit: „Ich habe das Gefühl gehabt, nach dem 0:1, diesem schnellen Tor, ist bei den Wolfsbergern natürlich ein Ruck durch die Mannschaft gegangen. Sie haben gesagt ‚OK jetzt müssen wir Gas geben’ und hatten dadurch natürlich auch ein Übergewicht im Spiel. Wenn ich mir aber ansehe, dass es sechzig Prozent Passquote bei den Salzburgern in der ersten Halbzeit waren, dann ist das schlicht und einfach zu wenig.“

…vor dem Spiel über die Situation von Jacobo: „Geht gar nicht, von meiner Seite aus. Wenn man als Spieler seinem Trainer über die Zeitung ausrichtet, dass man weggeht. Sollte er bleiben, dann sind die Wege auch vorgezeichnet. Heimo sagt zwar, er soll weiter trainieren und vielleicht wird er seine Chance erhalten, aber in Wahrheit ist das Band zertrennt.“

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