Ruprecht erreicht Gymnastik-WM-Finale

Titelkämpfe in Pesaro
Nicol Ruprecht © Ulrich Faßbender
Nicol Ruprecht © Ulrich Faßbender

Am Ende wurde die Gymnastik-WM-Qualifikation für Nicol Ruprecht zu einer echten Zitterpartie. Die 24-jährige Tirolerin musste zum Auftakt ihres zweiten Wettkampftages in Pesaro mit den Keulen einen deutlichen Fehler verkraften. Es folgte eine unerwartet tiefe Note für eine gelungene Kür mit dem Band. Vom Platz 20 nach Tag 1 rutschte Ruprecht auf Platz 24 zurück. Doch die Mehrkampf-Finalqualifikation der besten 24 ging sich somit gerade noch aus.

Als das Qualifikations-Ergebnis endgültig fest stand, fiel Nicol Ruprecht „ein Stein vom Herzen. Nach meinem Wettkampf hieß es noch gut eine Stunde zittern. Dann war klar, dass es sich doch noch für das Finale ausgegangen ist.“ Weiters ergänzte Österreichs Rio-Olympia-Teilnehmerin: „Ich denke, ich kann trotz des einen Fehlers stolz sein. Ich habe es zwar knapper als erhofft geschafft – aber gehandicapt durch meinen gebrochenen Finger, der besonders bei den griff-intensiven Keulen behinderte, und ohne meine Trainerin Luchia Egermann“ (sie war erkrankt, Anm.).

Von den 24 RG-Olympia-Teilnehmerinnen 2016 sind/waren zehn auch bei der WM 2017 „noch“ am Start. Von ihnen schafften es vier allerdings nicht erneut unter die besten 24: In Pesaro gibt unter den insgesamt 90 Gymnastinnen aus 54 Ländern – angeführt von den neuen russischen Star-Zwillingen Dina und Arina Averina – eine neue junge Generation den Ton an. Das Gymnastik-WM-Mehrkampf-Finale findet am Freitag von 15 bis 21 Uhr statt, wobei Nicol Ruprecht in der früheren Hälfte des Feldes antreten wird.

(ÖFT)

 

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