Wenn Silber befreiend wirken soll

EINWURF von Wolfgang Wiederstein
Dominik Paris © Erich Spiess/ASP/Red Bull Content Pool
Dominik Paris © Erich Spiess/ASP/Red Bull Content Pool

Der WM-Super-G der Damen war für Österreich doch sehr enttäuschend verlaufen, im Rennen der Herren aber gab es die erste Medaille für Rotweißrot in Aare zu feiern. Vincent Kriechmayr raste ex-aequo mit Johan Clarey (+0,09 Sekunden) hinter Dominik Paris zu Silber. Das Kraftpaket aus Südtirol, schon in Kitzbühel nicht zu schlagen, war eine Klasse für sich. Kriechmayr konnte als einziger ÖSV-Athlet mithalten, andere Mitfavoriten scheiterten. Ein Anfang ist gemacht, die erste Medaille sollte befreiend wirken.

Paris ist erstmals Weltmeister, für Kriechmayr und Clarey ist es das erste Edelmetall. Der Franzose ist nun mit 38 Jahren zudem der älteste Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften. Olympiasieger Matthias Mayer schied mit bester Zwischenzeit aus („Es zipft mich brutal an!“). Auch Hannes Reichelt, Weltmeister  2015, scheiterte am schwierigen Kurs. Zweitbester Österreicher wurde WM-Debütant Daniel Danklmaier als 20. Norwegens Superstar Aksel Lund Svindal beendete seinen letzten Super-G auf Rang 16. Der 36-Jährige wird seine Karriere mit der am Samstag geplanten Abfahrt beenden.

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