Österreichs Junior*innen qualifizieren sich auf Platz 4 fürs Finale

Österreichs Junior*innen-Mixed-Team schlug sich in der Qualifikation der Europameisterschaft im Team-Turnen ausgezeichnet. Am späten Mittwoch-Abend (1.12.) gelang in Guimaraes (Portugal) im Dreikampf mit Tumbling („Tempo-Bodenturnen“), Minitrampolin-Springen und gemeinsamen Akro-Showdance...
FOTO © Filippo Tomasi
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Österreichs Junior*innen-Mixed-Team schlug sich in der Qualifikation der Europameisterschaft im Team-Turnen ausgezeichnet. Am späten Mittwoch-Abend (1.12.) gelang in Guimaraes (Portugal) im Dreikampf mit Tumbling („Tempo-Bodenturnen“), Minitrampolin-Springen und gemeinsamen Akro-Showdance der vierte Platz: man zog hinter dem überraschend führenden Großbritannien, den favorisierten Schwed*innen und Island, jedoch noch vor Portugal und Italien in die Top-6-Entscheidung ein.

Leistungsmäßig ist im Medaillenkampf am Freitag (19:30 bis 21:30 Uhr MEZ) vielleicht sogar noch eine Steigerung möglich. Denn ein paar Landungen beim Tumbling gelangen der ÖFT-Auswahl nicht nach Wunsch, am Minitrampolin endete einer der Dreifachsalti mit einem Sturz. Außerdem musste das Team einen Verletzungsausfall beim Einturnen knapp vor Wettkampfbeginn verkraften und kompensieren. Mit einem Total von 44.925 fehlten auf die Isländer*innen 2,5 Punkte. Portugal konnte um gut einen Punkt und Italien um eineinhalb auf Distanz gehalten werden.

Trainer Felix Bischof: „Durch die Nervosität haben sich leider kleine Fehler und Stürze eingeschlichen. Im Einturnen hat sich ein Turner verletzt, der Ersatzmann konnten jedoch ohne Probleme einspringen. Hoffentlich stellt sich die Verletzung nicht als schwerwiegend heraus. Mit der erlangten Routine – für alle bis auf zwei war das der erste Auftritt bei einem Großereignis – können wir uns im Finale sicher noch etwas steigern. Umso mehr sind wir mit der Leistung des Teams zufrieden.“

ÖFT-Team-Turnen-Bundesreferent Florian Wadl: „Beim ersten Auftritt unseres Teams auf der großen internationalen Bühne war die Nervosität noch deutlich zu spüren. Hinzu kam eine unglückliche Verletzung beim Einturnen. Zu Beginn beim Akrotanz präsentierte unser Team eine solide Übung, die die Jury aber noch nicht vollends überzeugte. Auf den beiden Sprunggeräten schlichen sich einige kleine Unsicherheiten ein. Nichtsdestotrotz bedeutet der vierte Rang eine optimale Ausgangsposition für das Finale. Unser Ziel ist klar: Fehlerfrei abliefern und zeigen, dass wir mittlerweile zu den besten in Europa zählen.“

Österreichs Team-Turnen-Junior*innen bei der EM 2021 setzt sich aus Aktiven aus drei Bundesländern und vier Vereinen zusammen: Niklas Bentele, Christoph Höfle (der o.a. Verletzungsausfall), Max Kühne, Lina Leipert, Linus Madlener, Enna März, Luisa Pletzer, Sarah Riedmann, Megan Rohner, Ben Schneider, Tim Schneider und Stephanie Schober. Trainer*in: Felix Bischof, Flora Bolter und Emanuel Köb.

So funktioniert das aus Skandinavien stammende Team-Turnen (das in den Vereinen Nordeuropas als Nr.1-Turnsport deutlich weiter verbreitet ist, als das bei uns dominierende olympische Kunstturnen bzw. Gerätturnen): Acht bis zwölf Aktive bilden ein Team. Beim Akro-Showtanz (Original-Bezeichnung: Boden) zeigen alle eine gemeinsame Choreografie. Jeder Auftritt am Minitrampolin und beim Tumbling besteht aus drei Serien zu je sechs Aktiven (wobei immer zumindest zwei gleichzeitig „unterwegs“ sein müssen), bei denen die Schwierigkeit entweder bei allen gleich ist oder gesteigert werden kann. An jedem Gerät ist weiters eine Fülle von Spezialauflagen zu erfüllen (mit/ohne Sprungtisch, Vorwärts- und Rückwärtselemente usw. usf.). Alles findet zu Musik statt. Es gibt nur eine Gesamt- und keine Einzelgerätewertung.

Alle Details zur EM im Team-Turnen

ÖFT

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