Ist der Weg in die Champions League für RB Leipzig und Red Bull Salzburg offen?

Zahlreiche Spekulationen um die "Schwester-Vereine"
Red Bull Arena Salzburg © Red Bull Picture Data Base / GEPA pictures Felix Roittner
Red Bull Arena Salzburg © Red Bull Picture Data Base / GEPA pictures Felix Roittner

In den vergangenen Wochen und Tagen gab es zahlreiche Spekulationen rund um den RB Leipzig und Red Bull Salzburg. Die beiden „Schwester-Vereine“ befinden sich derzeit in ihren nationalen Ligen beide auf Champions League-Kurs, doch ob beide RB-Vereine kommende Saison auch in der Königsklasse antreten dürfen, ist derzeit noch offen. Medienberichten zu Folge haben sich die beiden Vereine gegenseitig geholfen, um kommendes Jahr im elitären-Klub der europäischen Spitzenvereine mitspielen zu können.

Red Bull Salzburg hat zurzeit einen echten Lauf in der österreichischen Bundesliga, die Roten Bullen haben ihre letzten acht Ligaspiele allesamt gewonnen. Die letzte Niederlage kassierte man Ende November 2016, d.h. vor über drei Monaten. Die Siegesserie von Salzburg hat auch dazu beigetragen, dass man in der Tabelle mittlerweile unangefochten den ersten Platz belegt und bereits sechs Zähler Vorsprung auf den SCR Altach hat. Kaum jemand zweifelt daran, dass Salzburg sich auch in dieser Saison die Meisterschaft und damit erneut die Teilnahme an der CL-Qualifikation sichert.

Aber nicht nur bei Salzburg gibt es Grund zum Jubeln für Red Bull, auch beim Schwesterverein in Leipzig läuft es im neuen Jahr nach wie vor gut. Der RB mischt als Aufsteiger auch weiterhin die deutsche Bundesliga auf und liegt auf einem starken 2. Platz hinter dem FC Bayern, Borussia Dortmund folgt an dritter Stelle. Auch RB Leipzig hat die Teilnahme an der Königsklasse fest im Visier. Leipzig würde sich, anders als Salzburg, direkt für die Gruppenphase qualifizieren, was schlichtweg daran liegt, dass die deutsche Liga deutlich höhere UEFA-Koeffizienten als die österreichische Liga hat. Es wäre schon einzigartig, wenn man sowohl in Salzburg als auch in Leipzig live Fußball in der Champions League erleben könnte und die Vereine in den CL-Schlagzeilen bei bet365 auftauchen.

Spielen kommende Saison beide RB-Vereine in der Königsklasse?
Die starken Leistungen von Salzburg und Leipzig haben in den vergangenen Wochen dazu geführt, dass vermehrt Diskussionen darüber aufgekommen sind, ob beide Vereine, im Falle einer sportlichen Qualifikation, überhaupt gleichzeitig in der Champions League spielen dürfen. Grund hierfür ist das UEFA-Regelwerk, welches es grundsätzlich untersagt, dass zwei Vereine, die von derselben juristischen oder natürlichen Person finanziert bzw. geführt werden, in der Champions League spielen.

Während viele Rechtsexperten der Auffassung sind, dass dieser Fall für Leipzig und Salzburg zutrifft, berichten nun deutschen Medien, dass die beiden Klubs sich mit einem „Trick“ die Teilnahme an der Champions League gesichert haben. Grund hierfür sind kurioserweise die vielen Transfers zwischen den beiden Vereinen in den letzten Jahren. Mit Peter Gulacsi, Naby Keita, Stefan Ilsanker, Marcel Sabitzer, Bernardo oder Dayot Upamecano sind allein innerhalb der letzten Monate sechs Spieler von Salzburg nach Leipzig gewechselt. Red Bull Salzburg hat in den letzten Jahren mehr als 100 Mio. Euro Transfereinnahmen generiert. Dies ist wichtig, denn dadurch steht der Verein quasi auf seinen eigenen Beinen und ist nicht mehr auf das Geld von Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz angewiesen. Dessen Anteil an der Finanzierung des Vereins in Salzburg wurde in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgefahren, so dass dieser „nur noch“ als ein gewöhnlicher Sponsor auftritt und weniger als 30 Prozent an den Gesamteinnahmen des Klubs beteiligt ist. Auf der anderen Seite ermöglicht ihm dies jedoch nach wie vor, RB Leipzig finanziell unter die Arme zu greifen.

Red Bull-Chef Oliver Mintzlaff zeigte sich zuletzt sehr optimistisch, was die kommende Saison angeht, und betonte, dass, wenn sich beide Vereine in Salzburg und Leipzig sportlich für die Champions League qualifizieren, beide dort auch spielberechtigt sind.

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