Hofmanns Auferstehung und Canadis Königsfehler

EINWURF von Wolfgang Wiederstein
SK RAPID 2017 © GEPA pictures/ Wien Energie
SK RAPID 2017 © GEPA pictures/ Wien Energie

Trainer Damir Canadi hat bei Rapid viel falsch gemacht, so viel steht fest. Ein Königsfehler war sicher, den besten und verdientesten Spieler zu demontieren: Steffen Hofmann, obwohl bereits 36 Jahre alt, ist bei den Hütteldorfern unverzichtbar, das ist allseits bekannt, nur Damir Canadi hat das anders gesehen. Der interimistische Coach Voran Duricin kam, sah und siegte. Rapids Führung muss sich zum Vorwurf machen, zu lange mit der Wachablöse gewartet zu haben.

Duricin feierte mit dem 3:0 gegen Altach ein gelungenes Debüt und Grünweiß den ersten Sieg in der Liga im Jahr 2017. Der Rapid-Trainer setzte auf Hofmann, der wiederum avancierte mit zwei Treffern zum Vater des Erfolges. Die Hütteldorfer beherrschten Altach klar. Der Canadi-Nachfolger hatte nicht viel Zeit, hat diese aber optimal genützt. Die Spieler glauben wieder an sich selbst, die Rückkehr zur Viererkette tat der Mannschaft gut. 

Die Grünweißen müssen sich jetzt auf das Derby vorbereiten, anschließend geht es weiter mit dem Cup-Duell gegen den LASK. Nach diesen zwei Spielen wird man wissen, wie es um Rapid wirklich bestellt ist. Ein Sieg rettet noch lange keine total verpatzte Saison. Das kann nicht einmal mehr Steffen Hofmann korrigieren.

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Wolfgang Wiederstein (derzeit in Bildungskarenz)
leitet das Sport-Ressort der Tageszeitung „Die Presse“.
 

 

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Fussball

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