Hirscher will den dritten Sieg in Kitzbühel

79. Hahnenkamm-Rennen
Marcel Hirscher 2017 - FOTO © GEPA pictures/ Raiffeisen
Marcel Hirscher 2017 - FOTO © GEPA pictures/ Raiffeisen

Am Wochenende steht die Tiroler Ski-Metropole wieder mal Kopf: In Kitzbühel wird bereits zum 79. Mal das legendäre Hahnenkamm-Rennen ausgetragen, Zehntausende Fans pilgern dafür Jahr für Jahr zur spektakulärsten Abfahrt des Skizircus. Sportlich gilt das Rennen als äußerst anspruchsvoll, für viele Athleten ist es neben der Ski-WM der wichtigste Wettkampf des Jahres. Wer sich Chancen auf den Sieg in den verschiedenen Disziplinen ausrechnet, erfahren Sie hier.

Marcel Hirscher spürt nach den Erfolgen seiner Teamkollegen etwas weniger Druck auf sich. Der 29-Jährige Slalom-Spezialist aus Salzburg ist ohnehin auf dem Weg, sich für lange Zeit in den Geschichtsbüchern des alpinen Skisports zu verankern. Trotz derzeitiger Schwierigkeiten und immer stärker werdender Konkurrenz setzte sich Hirscher auch in dieser Saison bereits meilenweit von dem Rest der Skiwelt ab. Am legendären Ganslernhang könnte Hirscher seinen Vorsprung weiter ausbauen und einen weiteren Grundstein für den achten Weltcup-Titel in Serie legen.

Mythos Hahnenkamm

Das Hahnenkamm-Rennen übt auf Athleten und Zuschauer gleichermaßen eine besondere Faszination aus. Die Strecken, allen voran die Streif, sind weltweit bekannt. Sie gilt als schwierigste Abfahrt überhaupt. Die Fahrer erreichen mitunter Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h. Spektakuläre Sprünge und waghalsige Manöver gehören in Kitzbühel zur Tagesordnung und sind wohl nur ein Grund dafür, warum in den letzten Jahren rund 80.000 Menschen pro Rennwochenende zur Veranstaltung des Kitzbüheler Ski Clubs pilgerten. Darunter auch namhafte Prominente wie Arnold Schwarzenegger oder Formel 1-Star Sebastian Vettel, die sich das Spektakel und die Side-Events rund um das Hahnenkamm-Wochenende nicht entgehen lassen. Kein Wunder, dass sich ganz Kitzbühel an diesem Wochenende im Ausnahmezustand befindet.

Königsdisziplin Abfahrt

Als absolute Königsdisziplin gilt die Abfahrt. Ein Sieg auf dieser berüchtigten Strecke bedeutet für Athleten der Speed Disziplinen die Krönung einer erfolgreichen Karriere. In diesem Jahr stehen die Chancen auf einen Heimsieg nicht schlecht. Zwar belegt mit Beat Feuz ein Schweizer den ersten Rang im Abfahrts-Weltcup-Ranking. Mit Vincent Kriechmayr und Max Franz folgen allerdings zwei Österreicher. Der Vorjahressieger Thomas Dreßen aus Deutschland wird dagegen nicht am Rennen teilnehmen, der 25-Jährige verletzte sich Ende November schwer bei einem Rennen in den USA.

Der Super-G

Auch im Super-G ist ein österreichischer Sieg möglich. Aus einer Hahnenkamm-Analyse vom Portal Interwetten geht hervor, dass ein Doppelsieg aus Super-G und Abfahrt auch aus historischer Sicht bedeutend wäre. In nur 30% stammten die Sieger in Super-G und Abfahrt aus dem gleichen Land. Noch seltener ist nur der Fall, dass ein und derselbe Fahrer beide Disziplinen gewinnt. In den letzten 30 Jahren gelang das gerade einmal drei Athleten. Theoretische Chancen dazu haben in diesem Jahr auch Kriechmayer und Franz, sie rangieren im Super-G auf den Weltcup-Plätzen 5 und 7. Ihr größter Konkurrent wird voraussichtlich Aksel Lund Svindal sein, der bereits im Vorjahr auf der Streif triumphierte.

Gewinnt Hirscher zum dritten Mal im Slalom?

Obwohl er im letzten Rennen vor dem Hahnenkamm in Wengen nur als Dritter ins Ziel kam, ist Marcel Hirschers Selbstvertrauen ungebrochen. Der Ausnahmesportler wird alles daran setzen, nach 2013 und 2017 zum dritten Mal auf dem Ganslerhang zu gewinnen. Er weiß aber auch: „Wichtig ist, dass ich mit der Energie haushalte und die Ressourcen schone. Kitzbühel und Schladming sind für uns Österreicher die schönsten Rennen, aber auch die anstrengendsten.“

(IMP)

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