Hasenhüttl hauchte Saints wieder Leben ein

Erster österreichischer Trainer in England
RB Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl 2017 © Red Bull Media Picture Database/GEPA pictures Roger Petzsche
Ralph Hasenhüttl war schon als RB Leipzig-Trainer ein emotionales Energiebündel. 2017 © Red Bull Media Picture Database/GEPA pictures Roger Petzsche

Das 0:0 am 2. Jänner beim Premier-League-Tabellenvierten Chelsea fühlte sich für den abstiegsgefährdeten Southampton FC wie ein Sieg an. Dabei rutschten die Saints damit wieder in die Abstiegszone.

Dass auf den rettenden 17. Platz nur zwei Zähler fehlen, hat man freilich nicht zuletzt seinem neuen Trainer zu verdanken: Ralph Hasenhüttl, der zuvor RB Leipzig aus dem Red Bull-Fußball-Imperium gecoacht hatte, ehe er eine kurze Pause eingelegte, war von Southampton als Retter in der Not engagiert worden. Und zumindest bis jetzt hat der 51-jährige, ehemalige österreichische Nationalteamspieler (acht Spiele), die Trendumkehr geschafft. Wer wetten will, ob das auch so bleibt, kann sich auf Wettanbieter.cc einen Überblick über die besten Quoten verschaffen.

Obwohl sie vor dem für das Selbstvertrauen so wichtige 0:0 gegen Chelsea zweimal in Folge den Kürzeren gezogen haben, ist der Aufwärtstrend der Saints unter dem gebürtigen Grazer offensichtlich: Hatte der FC vor Hasenhüttls Engagement in 15 Partien lediglich 9 Punkte holt, so hat er in den sechs Spielen unter dem Österreicher immerhin schon 7 Zähler ergattert. Man hält also bei insgesamt 21 Punkten. Es ist wieder Leben in den Saints.

Hasenhüttl wusste freilich, was auf ihn zukommt: „Die Ausgangslage“, erklärte er bei seiner Antrittspressekonferenz, „ist nicht einfach, aber ich wollte es in meinem Leben auch nie einfach haben. Es steht ein harter Weg bevor. Wir müssen zunächst einmal aus der Abstiegszone raus. Dafür muss man die Mannschaft entwickeln.“ Wenn es nicht klappen sollte? „Ich weiß, dass Fußball ein Ergebnisbusiness ist und es keine Garantien gibt. Garantien gibt es, wenn man sich eine Waschmaschine kauft“, witzelte der Steirer, der von einem alten Bekannten der österreichischen Sportszene geholt worden war: Ralph Krueger hatte einst die VEU Feldkirch im Eishockey zum Champions-League-Titel geführt. Nun ist er CEO des Southampton FC und heuerte den bei Leipzig so erfolgreich gewesenen Hasenhüttl an. Dieser weiß um seine wichtige Rolle als erster österreichischer Trainer in der englischen Premier League: „Wenn ich es nicht gut mache, schließt sich hier für andere die Türe.“ Er hat jedenfalls für diese Chance hart gearbeitet, war bei unterklassigen deutschen Klubs – SpVgg Unterhaching und VfR Aalen – unter Vertrag, ehe er sich beim FC Ingolstadt und bei RB Leipzig einen Namen machen konnte und ihn in weiterer Folge der Ruf der Insel erreichte…

Es entspricht Hasenhüttls Naturell, dass er seine erste Station in der englischen Premier League als einen möglichen Zwischenschritt zu größeren Klubs betrachtet, aber die aktuelle Situation realistisch einzuschätzen versteht: „Dass ich zu Southampton gegangen bin, war sicher eine gute Entscheidung. Hier kann ich meinen Namen in der Premier League bekannt machen.“ Für einen englischen Top-Klub sei der noch nicht groß genug. Wer weiß, vielleicht schafft Hasenhüttl als Trainer einmal das, was ihm als Spieler noch verwehrt geblieben war: Beispielsweise ein Engagement beim FC Chelsea, wo er als Kicker ein Probetraining absolvierte, aber dann doch nicht genommen wurde.

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