EM 2020: Lostag in Bukarest

Am 30.11. erfährt Österreich seine EM-Gegner
Ernst-Happel-Stadion © © GEPA pictures/ Raiffeisen

Den 30. November haben die Fußball-Fans Europas im Kalender doppelt unterstrichen. Dann nämlich geht in Bukarest die lang ersehnte Auslosung der Europameisterschaft 2020 in Szene! Erstmals wird die EM europaweit ausgespielt. Insgesamt zwölf Länder fungieren als Gastgeber. Wie schon beim Turnier 2016 umfasst auch das Teilnehmerfeld der EM 2020 24 Mannschaften. Diese werden in vier Lostöpfen aufgeteilt. Österreich befindet sich in Topf 3. Bemerkenswert: Zum Zeitpunkt der Auslosung sind vier Plätze noch offen. Diese werden erst im März 2020 mit den Siegern der EM-Playoffs aufgefüllt.

Österreich ist zum dritten Mal bei einer Europameisterschaft dabei. Einmal als Gastgeber 2008, nun auf sportlichem Wege zweimal in Folge 2016 und 2020. Aus den Fehlern, die man 2016 gemacht hat, als man sieglos die Heimreise antreten musste, will das ÖFB-Team gelernt haben. Man tritt bewusst auf die Euphoriebremse. Ob es dadurch wirklich besser laufen wird? Spannend wird es freilich auf alle Fälle. Zusätzliches Knistern kann man beispielsweise bei moplay erleben. Wie auch immer: Nachdem das Nationalteam im Ernst Happel-Stadion gegen Nordmazedonien (2:1) das EM-Ticket fixiert hatte, verliefen die Feierlichkeiten weniger überschwänglich als 2016.

Eine Vorgangsweise, die sich, zumindest was das letzte EM-Qualifikationsspiel betrifft, nicht wirklich positiv ausgewirkt hat. Obwohl ÖFB-Teamchef Franco Foda für das schlussendlich bedeutungslose Spiel in Lettland Team-Stützen wie David Alaba, Marko Arnautovic, Martin Hinteregger, Konrad Laimer, Stefan Lainer und Marcel Sabitzer nicht mehr mitnahm und ihnen stattdessen freigab, war die 0:1-Blamage gegen das Schlusslicht mehr als nur entbehrlich.

„Der zweite Anzug wurde probiert und hat halt nicht gepasst. Das muss man zur Kenntnis nehmen. Aber es war auch eine Geste gegenüber den Klubs“, erklärte dazu ÖFB-Präsident Leo Windtner in der Servus-TV-Sendung „Sport und Talk aus dem Hangar-7“. Immerhin: Nach den Auftaktniederlagen gegen Polen und Israel hatte Rotweißrot noch die Wende zum Positiven herbeiführen und sich doch noch für die Endrunde qualifizieren können. Windtner: „Wir haben danach (nach dem Fehlstart, Anm.) eine Fehleranalyse durchgeführt, wie ich es in 23 Jahren beim ÖFB noch nie erlebt habe.“ Nicht zuletzt deshalb dürfte der ÖFB-Boss davon überzeugt sein, dass sich die Fehler der letzten EM diesmal nicht wiederholen werden: „Wir werden aus 2016 sicher unsere Lehren ziehen. Da haben wir es vom Qualifikationsmodus nicht ganz geschafft auf den Turniermodus umzuschwenken.“ Daumen drücken, dass es 2020 besser klappt.

Die Topfeinteilung für die Auslosung:

Topf 1: England, Belgien, Italien, Ukraine, Spanien, Deutschland
Topf 2: Frankreich, Kroatien, Polen, Schweiz, Niederlande, Russland
Topf 3: Portugal, Türkei, ÖSTERREICH, Dänemark, Schweden, Tschechien
Topf 4: Finnland, Wales

Die Spielorte:

Gruppe A: Rom, Baku
Gruppe B: St. Petersburg, Kopenhagen
Gruppe C: Amsterdam, Bukarest
Gruppe D: London, Glasgow
Gruppe E: Bilbao, Dublin
Gruppe F: München, Budapest

Karten für die UEFA EURO 2020 gibt es ohne Ausnahme nur über die UEFA. Anträge für Tickets können vom 4. bis 18. Dezember auf dem UEFA-Ticketportal euro2020.com/tickets abgegeben werden.

BEC

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