E-Sport ist auf dem Vormarsch

Reaktionsfähigkeit wie Kampfjetpilot
FOTO © Sandro Schuh/Unsplash.com
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Die Briten sind bekannt für ihre Wettleidenschaft. Ob auf die Farbe des königlichen Hutes beim nächsten öffentlichen Auftritt oder auf die Ankunft von Außerirdischen, die britischen Wettanbieter machen auch die ausgefallensten Wetten möglich. Am beliebtesten sind aber noch immer Sportwetten und das nicht nur in Großbritannien. Inzwischen gibt es in Europa auch Wetten auf E-Sport-Wettbewerbe, obwohl die Anerkennung als Sport weiter auf sich warten lässt.

Optimale Voraussetzungen für E-Sport-Wetten

Möglich wird das durch Portale, die neben Klassikern auch E-Sport-Wetten  anbieten. E-Sport-Wetten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Dabei geht es ganz klassisch zu mit Einzelwetten auf Sieg oder Niederlage, es sind aber auch Kombiwetten und Spezialwetten möglich. Auch Live-Wetten spielen eine große Rolle, wobei die Begegnungen live am Bildschirm verfolgt werden können. Dabei haben E-Sport-Wetten wie richtige Sportwetten auch, nichts mit Glücksspiel zu tun. Es geht um die möglichst zutreffende Einschätzung von Fähigkeiten der Teams. Erfahrung und Leistung fließen in die Wettentscheidung mit ein.

E-Sportler sind Könner

Es ist aber noch immer nicht abschließend geklärt, ob virtueller Sport überhaupt als Sport bezeichnet werden kann. Bislang wird der Wettkampf im Computerspielen nur von einigen wenigen Ländern, darunter die USA und Frankreich offiziell als Sport anerkannt. Die Spieler argumentieren, dass bei den Wettbewerben, ob als Einzelspieler oder im Team, sowohl Reaktionsgeschwindigkeit als auch Durchhaltevermögen und Taktik erforderlich seien. Spitzen-E-Sportler hätten sogar eine ähnliche hohe Reaktionsfähigkeit wie ein Kampfjetpilot. Es handele sich beim E-Sport durchaus um körperliche Aktivitäten wie bei anderen Sportarten auch. In diesem Zusammenhang wird Schach genannt, das als Denksport anerkannt ebenfalls vom Können und nicht vom Glück abhängig ist. E-Sportler trainieren wie andere Sportler auch mehrere Stunden täglich. In Österreich gibt es rund 32.000 registrierte Spieler, die in Wettkämpfen gegeneinander antreten, etwa in der E-Bundesliga und bei Fortnite-Turnieren, wie das im Jahre 2018 mit 6000 Teilnehmern. Richtige Aufmerksamkeit bekamen E-Games in Österreich 2019, als ein 17-Jähriger aus Kärnten die Fortnite-Meisterschaft gewann und damit über Nacht zum Millionär wurde.

Der Weg zu Olympia ist noch lang

Die Anerkennung als Sport lässt indes weiter auf sich warten. Doch das könnte sich in naher Zukunft ändern. So sollen bei den Asienspielen 2022 erstmals auch E-Sportler um Medaillen kämpfen. Welche Spiele in das Programm aufgenommen werden, steht noch nicht fest. In der engeren Auswahl ist aber das in Asien sehr beliebte Spiel „League of Legends“. Überhaupt erfreuen sich Videospiele in Asien großer Beliebtheit. Firmen haben den Trend längst erkannt und richten eigene E-Sport-Turniere aus. Als Teil der Olympischen Spiele wird E-Sport aber noch nicht gesehen. IOC-Präsident Thomas Bach erklärte kürzlich, dass in seiner Amtszeit nicht mit der Aufnahme von Computerspielen ins olympische Programm zu rechnen sei. Da Bach 2021 für vier Jahre wiedergewählt werden kann, ist der Weg zur Teilnahme an Olympia für E-Sportler also für die nächsten Jahre weiter versperrt. Der Spielfreude der Gamer rund um den Globus tut das aber keinen Abbruch und der Wettleidenschaft auf sportliche Wettkämpfe, ob real oder elektronisch ausgetragen, schon gleich gar nicht.

(FH/PL)

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