Droht dem RB Leipzig ein Champions League-Startverbot?

Vorstandschef Oliver Mintzlaff zeigt sich gelassen
Timo Werner und Emil Forsberg (RB Leipzig) 2016 © Red Bull Picture Data Base/GEPA pictures Roger Petzsche
Timo Werner und Emil Forsberg (RB Leipzig) 2016 © Red Bull Picture Data Base/GEPA pictures Roger Petzsche

Der RB Leipzig ist auch im neuen Jahr nach wie vor auf Champions League-Kurs. Das Team von Ralph Hasenhüttl hat nach 22 absolvierten Spielen in der Deutschen Fußball Bundesliga einen komfortablen Vorsprung auf seine Verfolger aus Dortmund und Hoffenheim. Aktuellen Medienberichten zu Folge könnte den Leipzigern jedoch ein Startverbot für die kommende Saison in der Königsklasse drohen. Grund hierfür ist eine UEFA-Regel und der österreichische Meister Red Bull Salzburg.

Der RB Leipzig gehört nach wie vor zu den größten Überraschungen in der laufenden Saison. Der Aufsteiger feierte erst im vergangenen Sommer sein Debüt im deutschen Oberhaus und ist bereits jetzt schon auf dem besten Wege, die Bundesliga kommendes Jahr in der UEFA Champions League zu vertreten. Nach 22 absolvierten Partien liegt RB Leipzig auf dem 2. Platz  Rekordmeister FC Bayern München. Der Rückstand auf die Bayern beträgt gerade einmal fünf Punkte. Viel wichtiger ist jedoch die Tatsache, dass die Roten Bullen einen komfortablen Vorsprung auf die Ränge drei und vier haben. Auf Dortmund sind es acht Zähler und auf Hoffenheim satte zehn. Die wenigsten Fans und Experten gehen davon aus, dass Leipzig in den verbliebenen zwölf Runden so stark einbrechen wird, dass das Team von Ralph Hasenhüttl nicht auf einem der ersten vier Plätze landet. Wer Sportwetten bei William Hill Online auf RB Leipzig platzieren möchte, erhält dort eine Quote von 17,00 für eine Meisterschaftswette. Zum Vergleich, Vizemeister Borussia Dortmund erhält nur eine Quote von 67,00 auf den Titelgewinn.

Droht Leipzig ein Champions League-Verbot?
Je näher RB Leipzig einer Teilnahme an der Champions League kommt, umso heftiger wird darüber diskutiert inwiefern die Europäische Fußball-Union UEFA sich näher mit dem Konstrukt RB Leipzig beschäftigen muss. Hintergrund hierzu ist das UEFA-Regelwerk, denn demnach dürfen nicht zwei Vereine die vom selben Geldgeber gesteuert werden in der Königsklasse spielen. Genau dieser Umstand könnte ggf. kommende Saison zum Tragen kommen. Denn neben RB Leipzig befindet sich auch der „Schwester-Klub“ Red Bull Salzburg auf dem besten Weg, sich für die Champions League-Saison 2017/18 zu qualifizieren. Der österreichische Double-Sieger führt die tipico Bundesliga derzeit vor dem SCR Altach an.

Sollten sich tatsächlich beide Mannschaften für die CL qualifizieren, dann würde derjenige Verein der in der heimischen Liga besser abgeschnitten hat einen CL-Startplatz erhalten – aktuell ist dies Red Bull Salzburg.

RB Leipzig-Chef Oliver Mintzlaff zeigt sich gelassen
Während die Fans in Leipzig vor diesem Horrorszenario Angst haben, zeigen sich die Verantwortlichen bei RB gelassen. Leipzigs Vorstandschef Oliver Mintzlaff betonte zuletzt, dass Red Bull Salzburg und der RB Leipzig zwei selbstständige Vereine sind und man nicht gegen das UEFA-Regelwerk verstoßen würde. Mintzlaff unterstrich zudem, dass er mit Blick auf das Financial-Fair-Play und der Integrität des Wettbewerbs keine Probleme für RB Leipzig sehen würde. Auch die Verantwortlichen in Salzburg betonten zuletzt, dass man sich über dieses Szenario keine Gedanken machen würde und Red Bull alle Auflagen seitens der UEFA diesbezüglich erfüllen würde. Die UEFA selbst wollte sich hierzu nicht äußern, ein Sprecher betonte, dass man sich mit dem Sachverhalt erst dann auseinandersetzen werde, wenn beide Vereine eine Starterlaubnis für die Champions League beantragen würden.

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Fussball

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