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Djokovic zeigt vor Hit Respekt
Melzer glaubt an seine Chance
Für Jürgen Melzer steigt am Mittwoch das Spiel seines Lebens. Im Viertelfinale der French Open trifft der Deutsch-Wagramer auf die Nummer drei der Welt, auf den Serben Novak Djokovic (14.05 Uhr, live in ORF1). Freilich geht der Australian Open-Champion von 2008 als Favorit in die Partie. Doch ohne Chance ist Melzer nicht. Denn zum einen spielt er selbst in bestechender Form, zum anderen ist der „Djoker“ kein Sandplatz-Spezialist.
© Foto: GEPA pictures/ Matthias Hauer
Di., 01. Juni 2010 - 16:59 Uhr
Bis jetzt lief es im Großen und Ganzen für Djokovic in Paris recht rund. Für eine Nummer drei im Ranking waren allerdings Evgeny Korolev, Kei Nishikori, Victor Hanescu und Robby Ginepri nur Pflichtaufgaben. Bei Melzer verhält es sich bekanntlich anders. Mit David Ferrer hatte er in Runde drei einen der stärksten Sandplatz-Spieler der Saison in drei Sätzen abgefertigt, das gibt Selbstvertrauen.

Wenn man nach den Gründen der aktuellen Spielstärke Melzers sucht, findet man sie in seinem Umfeld. Das Team schafft ideale Voraussetzungen. Die Verpflichtung des Schweden Joakim Nyström 2007, so sieht es der Deutsch-Wagramer, war seine wichtigste Karriere-Entscheidung. „Das Zeug, um bei einem Grand Slam-Turnier weit zu kommen, hatte ich eigentlich. Was gefehlt hat, war die Konstanz“, resümierte Melzer nach seinem Achtelfinalerfolg über Teimuraz Gabashvili. Diese könnte er nun endgültig gefunden haben. Abseits des Platzes dürfte ihm die Beziehung mit Schwimmstar Mirna Jukic den nötigen Rückhalt geben. Sie versucht, soweit es ihr möglich ist, bei den Turnieren dabei zu sein.

Djokivic zeigt Respekt
Freilich ist es auch an Djokovic nicht spurlos vorübergegangen, dass Melzer Tennis auf einem anderen Niveau spielt als noch vor einem Jahr. „Er spielt großartig, ist sehr aggressiv, aber auch defensiv stark. Das macht ihn so gefährlich“, so Djokivic zu den Qualitäten seines Viertelfinalgegners. Melzers Sieg über Ferrer hat den Serben beeindruckt. „Das war definitiv Top-10-Niveau. Ich würde mich nicht viel höher einstufen. Daher rechnet der zweimalige French Open-Finalist mit einer engen Partie. Das sei aber in der zweiten Runde eines Grand Slam-Turniers selbstverständlich.

Melzer glaubt an seine Chance
Melzer strich am Dienstag das starke Konterspiel Djokovics heraus. Daher erwartet der Österreicher auch eine ganz andere Partie als jene gegen Gabashvili, der von spektakulären Punktschlägen lebt. „Er bringt viele Bälle zurück. Aber ich bin zuversichtlich. Ich stehe im Viertelfinale, habe gute Partien gespielt und denke daher, dass ich das stark genug bin, ihn zu schlagen.

Erstmals Top-20
Bisher hatte Melzer in zwei Duellen gegen den „Djoker“ das Nachsehen. Auf Sand ist es aber das erste Aufeinandertreffen der beiden. Würde der Österreicher am Mittwoch tatsächlich über den Halbfinaleinzug jubeln dürfen, wäre er auch definitiv erstmals in seiner Karriere unter den Top-20 im ATP-Ranking und hätte damit ein nächstes Karriereziel erreicht. Das wäre aber wohl nur eine Draufgabe. [HAC]
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