3:1 nach 0:1! Rapid schlägt Ried

Salzburg siegt in Graz, Austria verliert in St. Pölten, Altach bleibt vorn
Mario Sonnleitner SK Rapid 2015 © GEPA pictures/Wien Energie
Mario Sonnleitner SK Rapid 2015 © GEPA pictures/Wien Energie

Rapid hat den Weg aus der Krise geschafft, zumindest wirkt der Rekordmeister nun stabilisiert. Die Mannschaft von Trainer Damir Canadi schlug am Sonntag Ried nach 0:1-Rückstand im Weststadion (16.000) noch mit 3:1. Im Schlager der Runde gewann Salzburg vor 11.000 Zusehern in Graz gegen Sturm durch einen Berisha-Treffer mit 1:0 (64.). Durch die Niederlage der Grazer bleibt Altach Tabellenführer. Schlecht drauf ist derzeit die Wiener Austria: Nach dem blamablen Out in der Europa League gegen Pilsen verlor die Fink-Truppe auch in St. Pölten. Der Aufsteiger siegte 2:1 (Schütz 48., A. Keita 89. bzw. Holzhauser, 93./Elfer).

Am Samstag hatte Altach durch einen 2:1-Last-Minute-Sieg gegen Wolfsberg die Tabellenführung der tipico Bundesliga erobert. Im zweiten Samstag-Spiel gewann Mattersburg daheim gegen die Admira mit 2:0.

In Wien brachte am Sonntag Elsneg Ried in der 4. Minute gegen Rapid in Führung. Sonnleitner gelang nach einem Traustason-Eckball in Minute 26 der Ausgleich. In der Rapid-Viertelstunde konnte der Rekordmeister dann aus seiner Überlegenheit Kapital schlagen und durch einen Kvilitaia-Doppelpack binnen vier Minuten (77., 81./Elfer) in Überzahl den Sieg fixieren.

Neo-Rapid-Sportdirektor Fredy Bickel war gegen Ried erstmals im Stadion und zeigte sich danach gegenüber Sky überwältigt: „Ich kenne den österreichischen Fußball ganz am Rande zumindest, meine ersten Eindrücke von Rapid sind überwältigend. Das ist ein Klub, der sich überhaupt nicht verstecken muss, Schweizer Klubs könnten sich hier viel abschauen.“ Der Eidgenosse ließ außerdem durchklingen, künftig auf der Trainerbank Platz nehmen zu wollen, sollte Canadi nichts dagegen haben. Canadi: „Wenn er mich aushält, dann kann er gerne auf der Trainerbank sitzen, das stört mich gar nicht.“ Und über das Spiel: „Wir haben gewusst, dass sich der Gegner gut aufstellen wird, sie haben mit dem ersten Torschuss das Tor gemacht, danach gab es kaum noch eine Chance von Ried. Dann muss man einfach die Geduld haben, die hatten wir, mit dem Ausschluss konnten wir mehr Ballbesitz erzwingen. Jetzt haben wir zwei Siege zuhause, das war wichtig – und wir freuen uns einfach über die drei Punkte.“ Ried-Trainer Christian Benbennek haderte mit dem Ausschluss von Zulj (66.): „Das ist keine Schwalbe, aus meiner Sicht kann man auch Freistoß für Zulj geben, aber es ist auf keinen Fall eine Schwalbe. Das ärgert mich extrem, das ist dann schon spielentscheidend und dann sollte man sich hundertprozentig sicher sein.“

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(CHS/PM/RED)

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Fussball

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