2:1! Salzburg gegen Rapid souverän

Hektische Schlussphase
Red Bull Salzburg vs SK Rapid Wien 2016 © Red Bull Picture Data Base / GEPA pictures Mathias Mandl
Red Bull Salzburg vs SK Rapid Wien 2016 © Red Bull Picture Data Base / GEPA pictures Mathias Mandl

Salzburg hat Rapid auch ohne Soriano in Wahrheit keine Chance gelassen! Vor allem in der 1. Hälfte liefen die ersatzgeschwächten Wiener fast die gesamte Spielzeit dem Ball hinterher. Die Tore von Dabbur (8.) und Lainer (45+1) waren da nur die logische Konsequenz. Größeren Schaden aus Sicht des Rekordmeisters verhinderte nur Tormann Strebinger.

Nach der Pause konnte Rapid das Spiel offener halten, es aber nie gestalten. Ein Elfmeter in der Nachspielzeit – verwandelt von Tomi – sorgte im Finish doch noch für ein Fünkchen Hoffnung – und für Hektik. Denn Tomi wollte den Ball schnell aus dem Netz nehmen und ihn zur Mittelauflage bringen, das allerdings war nicht im Sinne von Salzburg-Goalie Walke. Im Endeffekt gab es ein Gerangel, an dem mehrere Spieler beteiligt waren und in dessen Folge Sonnleitner und Miranda des Feldes verwiesen wurden.

Unterm Strich: ein verdienter Sieg des Titelverteidigers und ein verpatztes Debüt von Neo-Rapid-Trainer Damir Canadi.

Sky-Stimmen:

Oscar Garcia (Trainer FC Red Bull Salzburg): „Wir waren 95 Minuten besser, in der ersten Hälfte sowieso, wir hätten drei oder vier Tore mehr schießen können. Alle Spieler waren gut, wir mussten auf drei Stammspieler verzichten, aber wir haben ein Endergebnis, das jeder will.“

…über die Titelchancen von Rapid: „Sie haben noch immer gute Spieler, jetzt haben sie einen neuen Trainer und sehr viele Fans, die auch heute da waren. Sie haben genug Talent, um einen Turnaround zu schaffen.“

…über die Spielweise seiner Mannschaft: „Ich mache alles, um ein Spiel zu gewinnen. Es erfordert viel Arbeit im Training, damit wir das im Spiel umsetzen können, aber alle geben 100 %.“

Damir Canadi (Trainer SK Rapid Wien): „Das war ein verdienter Sieg für Salzburg, wir waren nur in wenigen Phasen bereit, das Spiel zu gewinnen. Es gab vielleicht einige Minuten, in denen wir Paroli bieten konnten, aber es hat an Dynamik und im Passspiel gefehlt. Wir haben nur reagiert statt agiert und dann ist es ganz schwierig, hier Punkte mitzunehmen.“

…über die Probleme seiner Mannschaft: „Vom Tempo und auch körperlich war Salzburg uns in vielen Phasen überlegen, jetzt habe ich heute die Mannschaft kennengelernt, wie wir von der Mentalität bereit sind, etwas zu tun und zu investieren. Wir haben viel Arbeit, aber wenn ich nicht viel Arbeit hätte, dann wäre ich hier nicht Trainer geworden. Die Mannschaft muss auch versuchen das anzunehmen, wir haben auch versucht, das im Training anzusprechen und viele Dinge, die dort gut funktioniert haben, habe ich jetzt von der Bereitschaft in vielen Phasen nicht erkannt.“

…über die Startaufstellung: „Aus meiner Sicht war das nicht zu mutig, die Grundtugenden haben gefehlt, ob es die Einstellung ist, die Disziplin oder der nötige Siegeswille. Wir müssen uns einfach mehr zutrauen in so einem Stadion, mir zumindest war klar, dass Salzburg auch alles investiert, und auch der Mannschaft. Aber wir haben es nicht auf den Rasen gebracht, die Kritik müssen wir uns gefallen lassen. In der zweiten Halbzeit hatten wir einige Phasen, in denen es besser war.“

Red Bull Salzburg – Rapid 2:1 (2:0)
Wals-Siezenheim, Red-Bull-Arena, 15.100, Harkam
Tor: Dabbur (8.), Lainer (45+1); Tomi (92./Elfer)

Rot: Sonnleitner (95.)
Gelbrot: Miranda (92.)
Gelb: Lazaro Lainer; Grahovac, Schrammel, Tomi, Schaub, M. Hofmann

Salzburg: Walke – Lainer, Miranda, Caleta-Car, Ulmer – Lazaro, Laimer, Samassekou (87. Yabo), V. Berisha – Gulbrandsen (72. Radosevic), Dabbur (96. Wisdom)

Rapid: Strebinger – Pavelic, Sonnleitner, M. Hofmann, Schrammel – Mocinic (67. Malicsek), Szanto – Schaub, Joelinton (33. Grahovac), Murg (verletzt, 64. Tomi) – Kvilitaia

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